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Andreas Bühler ist neuer Präsident der Standortförderung

Die Statuten kennen keine Gnade: Ruedi Rüfenacht muss das Präsidium abgeben. An der GV in Dürnten wurde sein Nachfolger gewählt.

Der neue und der alte Präsident der Standortförderung Zürioberland: Ruedi Rüfenacht (links) und Andreas Bühler.

Foto: Sandro Compagno

Andreas Bühler ist neuer Präsident der Standortförderung

Weichenstellung

Die Standortförderung Zürioberland hat eine neue Führung: Der Hinwiler Gemeindepräsident Andreas Bühler folgt auf Ruedi Rüfenacht.

Knapp 70 stimmberechtigte Mitglieder nahmen an der erst zweiten Generalversammlung des noch jungen Vereins im KMM Kulturzentrum in Dürnten teil. Das jugendliche Alter der Standortförderung Zürioberland erschliesst sich aus ihrer Geschichte: Am 1. Januar 2022 übernahm der Verein die operativen Tätigkeiten von Zürioberland Tourismus, Pro Zürcher Berggebiet und Region Zürcher Oberland und führte diese zusammen.

Gründungspräsident war damals und bis dato der frühere Wetziker Stadtpräsident Ruedi Rüfenacht (EVP). Die Statuten schreiben vor, dass das Präsidium von einem Repräsentanten respektive einer Repräsentantin der angeschlossenen Städte und Gemeinden besetzt werden muss.

In den Statuten steht aber auch, dass die Amtszeit des Präsidenten zwei Jahre nach dem Verlust des entsprechenden Amts endet. Und da Ruedi Rüfenacht 2022 nicht für eine dritte Amtszeit in Wetzikon antrat, ist der Rücktritt als Präsident der Standortförderung die unausweichliche Konsequenz.

«Ich hätte gerne weitergemacht», gab Rüfenacht ohne Umschweife zu. Aber er freue sich, dass er einen «Vollblut-Oberländer» als seinen Nachfolger zur Wahl vorschlagen dürfe: den Hinwiler Gemeindepräsidenten Andreas Bühler (SP), 1962 in der Region Olten geboren und dort aufgewachsen.

Spannungsfeld zwischen Stadt und Land

«Ich bin seit 26 Jahren in der Region wohnhaft und habe hier mit meiner Familie Wurzeln geschlagen», wandte sich Andreas Bühler an die Mitglieder. Das Zürcher Oberland sei ihm Heimat geworden: «Mich fasziniert dieses Spannungsfeld zwischen ländlichen Traditionen und urbanen Zentren hier in der Region. Die Pflege und die Förderung dieser Region liegen mir am Herzen.»

Bühler wurde ohne Gegenstimme zum neuen Präsidenten gewählt, wie auch alle übrigen Traktanden schlank und diskussionslos genehmigt wurden.

Waren bei der Gründung der Standortförderung Zürioberland rund 150 Mitglieder dabei, ist die Zahl mittlerweile auf mehr als 400 angewachsen. Ein Zeichen, dass der «Gemischtwarenladen» mit den Geschäftsfeldern Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Gesellschaft einem Bedürfnis entspricht und zu einer Stimme für das Zürcher Oberland geworden ist.

«Das Jahr 2022 stand im Zeichen des Aufbaus, 2023 war das Jahr der Konsolidierung», sagte Geschäftsführerin Daniela Waser und stellte einige Projekte vor, die im vergangenen Jahr auch mithilfe ihres Teams in Bauma realisiert wurden: So unterstützte die Standortförderung beispielsweise in Hinwil die Neugestaltung des Gemeindeplatzes oder skizzierte Ideen für die Belebung des Dorfzentrums von Pfäffikon. Das Cross-Golf, das an diesem Wochenende zum zweiten Mal stattfindet, entstand aus dieser Ideensammlung.

Nichts weiter als die dritte Schimpansenart

Im Anschluss an den offiziellen Teil referierte der Neurowissenschaftler Lutz Jäncke über die Entwicklung seiner Disziplin und vor allem über die Entwicklung von deren Untersuchungsgegenstand: das menschliche Gehirn. In sehr unterhaltsamen 20 Minuten zeigte er auf, wie das Gehirn komplexe Probleme lösen kann, stellte aber auch fest, dass der Homo sapiens eigentlich nichts weiter ist als die dritte Schimpansenart neben dem Bonobo und dem (Gemeinen) Schimpansen.

In verschiedenen Workshops, beim Business Speed Dating und nicht zuletzt beim Apéro riche gab es dann noch die Möglichkeit, das persönliche Netzwerk zu pflegen.

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