«Mehr als 20’000-mal wird im Oberland ein Lohn gepfändet»
Armut, die niemand sieht
René Dürig hat beruflich mit Menschen zu tun, die sich finanziell übernommen haben. Die Situation im Kanton Zürich bezeichnet der Schuldenberater als «besorgniserregend».
Die Zahlen stammen vom Betreibungsinspektorat des Kantons Zürich, und sie sind eindrücklich: 2023 wurden im Kanton insgesamt 181’458 Betreibungen ausgesprochen, die mit Pfändungen einhergingen. 95’105 Einkommenspfändungen wurden vollzogen, 78’787 waren erfolglos.
Ein Einkommen wird dann gepfändet, wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt.
Dazu kamen im vergangenen Jahr 7566 reine Vermögenspfändungen. Diese spricht das Betreibungsamt aus, wenn das vorhandene Vermögen des Schuldners (oder der Schuldnerin) für die Deckung der betriebenen Forderungen ausreicht.

