«Kein Bauer sollte einen Stundenlohn von weniger als 20 Franken haben»
Interview mit Matthias Schick, Strickhof
Matthias Schick leitet den Bereich Tierhaltung und Milchwirtschaft an der Landwirtschaftsschule Strickhof in Lindau. Er fordert, dass die Milchproduktion wieder attraktiver werden muss.
Herr Schick, in den letzten Jahren hat die Anzahl Mutterkühe in der Region signifikant zugenommen. Wo sehen Sie die Gründe?
Matthias Schick, Bereichsleiter Tierhaltung und Milchwirtschaft, kantonale Landwirtschaftsschule Strickhof: Die Gründe sind vielfältig. Die Arbeitsbelastung auf einem Milchviehbetrieb ist hoch, und der Landwirt respektive die Landwirtin ist zeitlich gebunden. Auch der Preisdruck auf die Milch und die hohen Qualitätsansprüche spielen eine Rolle. Oftmals ist ein notwendiger Um- oder Neubau von Ökonomiegebäuden nicht realisierbar, um die Milchwirtschaft auf dem Betrieb effizient weiterführen zu können oder den steigenden Ansprüchen an das Tierwohl gerecht zu werden.

