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Noch nie fanden so viele Touristen den Weg ins Oberland

Hörnli statt Hurghada, Greifensee statt Grenada: Noch nie zählte die Region so viele Besucher wie im letzten Jahr.

Das Zürcher Oberland ist schön. Das merken immer mehr Touristen. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Noch nie fanden so viele Touristen den Weg ins Oberland

Rekordzahl an Hotelübernachtungen

2023 war ein Rekordjahr für das Oberland, was die Anzahl Logiernächte betrifft. «Die Schweizer haben die Region schätzen gelernt», sagt Daniela Waser, Geschäftsleiterin der Standortförderung.

Kann man einer Seuche etwas Gutes abgewinnen? Drei Jahre nach dem Ausbruch von Covid-19 zeigt sich, dass die Pandemie neben viel persönlichem Leid und grossen wirtschaftlichen Problemen mittelfristig auch Gewinner hervorgebracht hat. Allen voran der heimische Fremdenverkehr.

So vermeldete Schweiz Tourismus Mitte Februar einen neuen Rekord bei den Logiernächten. Insgesamt knapp 42 Millionen Übernachtungen zählte die Vermarktungsorganisation des Bunds im abgelaufenen Jahr. Beinahe die Hälfte dieser Übernachtungen entfällt auf den Inlandtourismus.

Die einheimischen Gäste seien «nach wie vor hochbegeistert von Ferien im eigenen Land», meldete Schweiz Tourismus, selbst hochbegeistert. Und: «Wer mit der Pandemie erstmals Ferien in der Schweiz machte, wurde oft zum Stammgast.» Um 9,2 Prozent stieg die Anzahl Logiernächte schweizweit im Vergleich zum Vorjahr. Das Plus zieht sich durch sämtliche Regionen und Destinationen in der Schweiz.

«Die Schweizer haben das Zürcher Oberland kennen und schätzen gelernt»

Auch in tieferen Lagen ist Begeisterung über das Tourismusjahr 2023 deutlich erkennbar. «2023 war in unserer Region ein Rekordjahr», sagt Daniela Waser, Geschäftsleiterin der Standortförderung Zürioberland. Rund 174’000 Übernachtungen zählte die Organisation im vergangenen Jahr in den Bezirken Uster, Pfäffikon und Hinwil, ein Plus von etwas mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


> > Lesen Sie hier, wie Hoteliers aus dem Oberland das letzte Jahr erlebt haben.


Und auch Daniela Waser führt Corona als (Mit-)Grund ins Feld: «Die Schweizerinnen und Schweizer haben während Corona das Zürcher Oberland kennen und schätzen gelernt.»

Die damaligen Reiseeinschränkungen führten dazu, dass viele Schweizerinnen und Schweizer erstmals überhaupt Sommerferien im eigenen Land machten: Hörnli statt Hurghada, Tösstal statt Death Valley, Segeln auf dem Greifensee statt Cruisen in der Karibik.

Segeln auf dem Greifensee als Ferienplausch
Es muss nicht die Karibik sein. Segeln auf dem Greifensee macht auch Spass. (Archiv)

In der Tat stammen mehr als die Hälfte der Gäste in den Hotels der Region aus der Schweiz (55,8 %), gefolgt von Deutschland (15,2 %), Italien (4,9 %) und Frankreich (2,2 %). «Das ist für das Oberland als Naherholungs- und Freizeitregion typisch», so Waser.

In allen Monaten 2023 registrierte die Standortförderung Zürioberland eine Steigerung der Logiernächte gegenüber dem Vorjahr. Die stärksten Monate liegen allesamt im Sommerhalbjahr: September (17’076 Übernachtungen), Juni (16’872) und August (16’037).

Diese Zahlen haben auch einen positiven Einfluss auf die Auslastung der erfassten Betriebe: Mit 46,19 Prozent erreichte diese einen neuen Höchststand und liegt rund 8 Prozentpunkte über dem langjährigen Mittel vor Corona.

«Das kann sich auch positiv auf die Lebensqualität der Einheimischen vor Ort auswirken», sagt Daniela Waser. «Die Gäste in unsere Region helfen mit, Infrastrukturen ausgeglichener auszulasten oder überhaupt zu erhalten. Das gilt beispielsweise für Restaurants in eher ländlichen Gebieten.»

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