Huber+Suhner erzielt deutlich weniger Umsatz
Deutliches Minus
Nach dem Rekordjahr kommt der Kater: Der Pfäffiker Elektrotechnikkonzern Huber+Suhner meldet einen Umsatzrückgang von mehr als 10 Prozent.
Huber+Suhner erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 851,1 Millionen Franken. Das entspricht einem Minus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Rückgang 6,3 Prozent.
Noch stärker im Minus sind Zahlen in der Spalte «Auftragseingang» – hier beträgt die Veränderung 15,8 Prozent. Der Pfäffiker Spezialist für elektrische und optische Verbindungstechnik erklärt den Rückgang von Umsatz und Bestellungen mit drei Ursachen: dem schwachen nordamerikanischen Markt aufgrund auslaufender 5G-Roll-outs, dem über viele Märkte hinweg generell zu beobachtenden Abbau hoher Lagerbestände bei Kunden sowie der markanten Aufwertung des Schweizer Frankens.
Auf tieferem Niveau stabilisiert
Die schlechten Nachrichten aus Pfäffikon sind keine Überraschung. Schon an der Halbjahreskonferenz im August 2023 hatte CEO Urs Ryffel einen merklich tieferen Umsatz im zweiten Halbjahr angekündigt. Insgesamt habe sich das Geschäftsvolumen im Lauf des zweiten Halbjahrs auf tieferem Niveau stabilisiert, teilt das Unternehmen mit.

Segment Industrie: Abbau der Lagerbestände
Huber+Suhner definiert drei Segmente, von denen zwei deutlich im Minus sind: Im Segment Industrie erstreckte sich der Abbau der Lagerbestände bei den Kunden über das gesamte Berichtsjahr. Dies drückte auf die Neuaufträge (–16,9 Prozent), während der Nettoumsatz organisch etwa das Niveau des Vorjahrs erreichte.
Segment Kommunikation: Global tiefere Volumen
Das Segment Kommunikation schrumpfte im Jahr 2023 um 27,4 Prozent, auch die Bestellungen liegen ein Viertel unter Vorjahr. «Ein signifikant schwächerer Kommunikationsmarkt führte global zu deutlich tieferen Volumen, von denen die gesamte Branche betroffen war», schreibt Huber+Suhner.
Segment Transport: Lichtblick
Für einen Lichtblick sorgt das Segment Transport, das 2023 leicht gewachsen und bei den Auftragseingängen praktisch auf Vorjahresniveau ist. Zu diesem Wachstum trugen beide Teilsegmente Automotive und Bahnen bei. Neben den Hochvoltverkabelungen für kommerzielle Fahrzeuge verlief auch die Nachfrage nach Lösungen in den beiden Wachstumsinitiativen Fahrassistenzsysteme sowie Kommunikation im Schienenverkehr positiv.
Einen detaillierten Jahresbericht inklusive Gewinnzahlen gibt Huber+Suhner am 5. März bekannt.
