Eine Helix für eine bessere Welt
ETH-Spin-off in Kemptthal
«Rund 20 Prozent der weltweit geernteten Baumwolle entsteht aus Zwangsarbeit.» Das sagt Gediminas Mikutis, Co-Gründer und CEO der Haelixa AG. Gemeinsam mit seinem Team im «The Valley» in Kemptthal will er das ändern.
Wer nach «Baumwolle» und «Zwangsarbeit» googelt, der landet rasch in der chinesischen Provinz Xinjiang. Ganz im Nordwesten im Reich der Mitte leben die Uiguren als grösste Volksgruppe. Die turksprachige, mehrheitlich muslimische Ethnie wird von Peking systematisch unterdrückt.
Hunderttausende Uigurinnen und Uiguren leisten Zwangsarbeit auf den Baumwollfeldern der Provinz. Die dort hergestellte Baumwolle landet schliesslich verarbeitet bei uns – und zwar auf den Wühltischen der Discounter wie auch an den gepolsterten Kleiderbügeln der Boutiquen an der Bahnhofstrasse.
Als Konsument bleibt man im Unwissen über soziale, ethische und ökologische Bedingungen bei der Produktion und Verarbeitung der Baumwolle – egal, ob ein T-Shirt nun 9.90 oder 99 Franken kostet.

