Noveos ist jetzt eine Stiftung
Neue Rechtsform
Seit über 50 Jahren bietet Noveos sozialpsychiatrische Leistungen im Zürcher Oberland an. Anfang Jahr ist der Verein in eine Stiftung umgewandelt worden.
Gegründet wurde Noveos im Jahr 1972 als Verein Sozialpsychiatrie Zürcher Oberland. Heute arbeiten rund 110 Fachpersonen mit über 200 Klientinnen und Klienten für die Organisation mit Sitz in der Ustermer Aussenwacht Riedikon.
«Für eine Institution in dieser Grössenordnung ist der Verein nicht mehr die richtige Rechtsform», erklärt Geschäftsführer Paul Wijnhoven. Noveos führt zahlreiche Betriebe im Zürcher Oberland und am rechten Zürichseeufer: zwei Brockenhäuser, eine Schreinerei, eine Papiermanufaktur, eine Verpackungs-, Ausrüst- und Versandfirma und eine Textilwerkstatt. Dazu kommen drei Wohnhäuser und eine Beratungsstelle.
Der erste Eindruck
Neben einer zeitgemässen Struktur geht es Noveos auch um die Aussenwirkung. Der erste Eindruck zählt. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Körperschaften. Und eine Stiftung strahlt mehr Seriosität und mehr Professionalität aus als ein Verein.
Paul Wijnhoven erhofft sich durch die Änderung der Rechtsform eine positive Auswirkung auf die Spendeneinkünfte: «Wir sind zwar Zewo-zertifiziert. Aber viele Menschen unterstützen lieber eine Stiftung als einen Verein.»
50 Prozent seines Jahresbudgets von 12 Millionen Franken erwirtschaftet Noveos durch Produktion und Dienstleistung. Den Rest aus Betreuungs-, Begleitungs- und Beratungsentschädigungen sowie Spenden.
«Die neue Rechtsform passt besser zu unserem Unternehmen und unseren Aufgaben», ergänzt Wolfgang Harder. Der Rechtsanwalt und Statthalter des Bezirks Hinwil leitet seit 2017 die Geschicke von Noveos. Bis Ende 2023 tat er dies als Vereinspräsident, seit 1. Januar ist er Präsident des Stiftungsrats.
«Meilenstein in der Unternehmensgeschichte»
An der Strategie und am Angebot ändert sich nichts. Nach wie vor widmet sich Noveos dem Zweck, Personen mit psychischer Beeinträchtigung ein Leben, Arbeiten und Wohnen zu ermöglichen, das ihren Bedürfnissen entspricht.
Wolfgang Harder: «Die Veränderung der Rechtsform setzt einen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. Sie steht für unser Ziel, in der Region bekannter zu werden und als das wahrgenommen zu werden, was wir sind: eine moderne Organisation mit über 300 Klientinnen und Klienten sowie Fachpersonen.»
Die Leitung bleibt in der neuen Rechtsform unverändert: Neben Wolfgang Harder und Fredi Beutler (Geschäftsführer der Wilhelm Coaching und Beratung in Uster), welche die Gründungsurkunde unterschrieben haben, sind dies Beatrice Caviezel (Geschäftsleiterin Spitex Stäfa und GLP-Stadträtin in Uster), Christian Geier (Geschäftsführer und Inhaber Fugu Kinderkrippen), Alessia Maddalena (Oberärztin am Psychiatriezentrum Wetzikon) und Simone Schürmann (Bildungsverantwortliche PUK Zürich).
