Eine wenig erbauliche Situation
Fachkräftemangel in der Baubranche
Derzeit unterschreiben die Schülerinnen und Schüler im 9. Schuljahr ihre Lehrverträge. Einige Branchen bekunden zunehmend Mühe, ihre Lehrstellen zu besetzen.
«Es ist wahnsinnig schwierig geworden.» Gregory Inauen von der Inauen Strassenbau AG in Uster nimmt kein Blatt vor den Mund. «Dringend» suche er noch Lernende Verkehrswegbauer Fachrichtung Strassenbau und Pflästerer. «Die Rechnung ist simpel: Heute fehlen uns die Lernenden, in zehn Jahren fehlen uns in der Schweiz die Vorarbeiter und Poliere, und in 20 Jahren fehlen uns die Bauführer im Bereich Infrastrukturbau.»
Die geburtenstarken Jahrgänge nähern sich dem Pensionsalter. Laut einem Factsheet des Schweizer Baumeisterverbands (SBV) sind 35 Prozent der Vorarbeiter und mehr als 40 Prozent der Poliere 50-jährig und älter. Demgegenüber stehen geburtenschwache Jahrgänge und immer weniger Lernende. Gerade auch der Konkurrenzkampf zwischen den Branchen sei sehr hart, meint Gregory Inauen.


