Im Juli 2019 legen Cyberkriminelle den Betrieb des Schwerzenbacher Klimatechnikers Meier Tobler weitgehend lahm. Im Dezember 2020 erwischt es den Pfäffiker Verkabelungsspezialisten Huber+Suhner, im April 2022 den Hinwiler Intralogistikkonzern Ferag.
Spätestens seither ist das Thema «Cybersicherheit» auch im breiten Bewusstsein der Oberländer Bevölkerung angekommen. Trotzdem unterschätzen gerade kleinere und mittlere Unternehmen weiterhin die Gefahr, die von Cyberkriminellen ausgeht. «Passt schon, unser IT-Dienstleister kümmert sich darum», winken viele Geschäftsleitende ab, wenn sie auf das Thema angesprochen werden.
Diese Erfahrung macht Marco Hiestand immer wieder. Zusammen mit seinem Bruder Roger Hiestand hat er 2021 die Brevit AG in Wetzikon gegründet, die Cybersecurity-Lösungen für KMU anbietet .
Ein typischer Fall
Er veranschaulicht das Problem an einem Fallbeispiel: Der HR-Assistent einer Produktionsfirma sichtet die Bewerbungen auf eine offene Stelle und lädt das PDF des letzten Bewerbers herunter – ein ansprechendes und unverdächtiges Dossier. Zwei Wochen später dann der Schock: Sämtliche Daten im Firmennetzwerk sind plötzlich verschlüsselt.

