Der Plan des Rütners Graziano Cappilli tönt wie ein betriebswirtschaftlicher Zaubertrick: ein Arbeitstag weniger bei gleichem Lohn und gleichem Umsatz. Cappilli ist allerdings kein Magier, sondern Inhaber der Coiffeur-Kette «Adesso Hair Design», von deren sieben Filialen sich fünf im Zürcher Oberland befinden.
An sämtlichen Standorten soll nach und nach die Viertagewoche eingeführt werden.
« Die Phasen ohne Kunden sind unproduktiv und generieren keinen Umsatz. »
Graziano Cappilli, Inhaber «Adesso Hair Design»
Magie sei dabei nicht im Spiel, sondern Effizienz, sagt Cappilli. Ihm zufolge hat eine Coiffeuse oder ein Coiffeur immer wieder Termine, die frei bleiben. «Während dieser Zeit kann man vielleicht mal den Salon wischen – alles in allem sind die Phasen ohne Kunden jedoch unproduktiv und generieren keinen Umsatz.»
Die Mitarbeiter in seinen Filialen eliminieren nun diese Lücken im Terminplan und verteilen die gleiche Anzahl Kunden auf vier gefüllte Arbeitstage. Damit reduziere sich die Präsenzzeit um einen Tag. Die letztlich relevante Arbeitszeit bleibe jedoch gleich.

