«Bei der Gartenarbeit gelingt mir das Abschalten am besten»
Was macht Sie in Ihrem Beruf glücklich?
Patrizia Tharin: Meinen Kundinnen und Kunden die «schönste Zeit im Jahr» organisieren zu dürfen, die vielen positiven Rückmeldungen und die persönlichen Kontakte, die über die Jahre entstanden sind.
Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Ich wollte vor 30 Jahren als Flugzeugbegleiterin zur Swissair. Per Zufall habe ich ein Inserat eines Ferienwohnungs-Spezialisten gesehen und so stieg ich in die Reisebranche ein.
Wie sind Sie zur jetzigen Stelle gekommen?
Nach 11 Jahren als Geschäftsleiterin beim TCS in Wetzikon habe ich mich nach der Schliessung der Filialen im Frühling 2010 selbständig gemacht und endlich meinen Traum vom eigenen Reisebüro erfüllt.
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?
Bleibende Erinnerungen habe ich an die vier Jahre Bezirksschule im Aargau, wo ich aufgewachsen bin.
Von wem haben Sie beruflich am meisten profitiert?
Von meinen Vorgesetzten, die mir viele Freiheiten gaben und mich förderten.
Verfolgen Sie ungelöste Probleme nach der Arbeit?
Ja, leider. Abschalten ist oft nicht einfach. Am besten gelingt es mir mit Gartenarbeit.
Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
Das ist ein ständiges Dranbleiben. Ich merke: Je älter ich werde, desto wichtiger wird sie.
Patrizia Tharin machte sich 2010 mit dem Reisebüro Letaba Travel AG in Wetzikon selbständig. Seit einem Jahr erfüllt sie am neuen Standort in Wolfhausen Ferienwünsche aller Art.
Was unternehmen Sie am liebsten mit Ihrer Familie?
Mit meinem Mann teile ich die Leidenschaft für das Reisen, für Ausflüge in die Natur und für das Kanufahren.
Was ist Ihr Lebensmotto?
« Geht nicht – gibt’s nicht.» Ich versuche, für alles eine Lösung zu finden
Welche berühmte Person würden Sie gerne treffen?
Ich hätte mich am meisten über ein Treffen mit dem verstorbenen Nelson Mandela in Südafrika gefreut. Das hat leider nie geklappt.
Worüber ärgern Sie sich?
Wenn ich vergesse, Gutscheine einzulösen und das erst im Nachhinein merke.
Worüber freuen Sie sich?
Über jede neue Reisebuchung, Gesundheit, Blumen, schönes Wetter, das Meer, gemütliches Beisammensein und feines Essen.
Wo liegen Ihre Stärken?
Ich bin hilfsbereit, vielseitig interessiert, belastbar und sehe die Arbeit, die gemacht werden muss.
Und Ihre Schwächen?
An meiner Ungeduld muss ich noch arbeiten.
Kochen Sie?
Ja, das ist für mich ein schöner Ausgleich. Ich liebe es, «Handgelenk mal Pi» aber auch nach Rezept zu kochen. Ich bin eine eifrige Rezeptsammlerin.
In der Serie «Persönlich» stellen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Zürcher Oberland unserem Fragenkatalog und bieten so einen Einblick in ihr berufliches und privates Umfeld.
Viel Zeit vorausgesetzt: Womit würden Sie sich beschäftigen?
Dann würde ich mir eine Werkstatt einrichten, um Holzmöbel abzuschleifen. Und ich würde Kalligraphie lernen.
Worauf sind Sie stolz?
Auf meine Selbständigkeit.
Vor was haben Sie Angst?
Eine wichtige Person durch den Tod zu verlieren.
Wo verbringen Sie Ihre Ferien?
Seit Jahren im südlichen Afrika, in Nordamerika, im Südtirol, in Griechenland oder einfach im schönen Unterengadin.
Spielen Sie ein Instrument? Oder: Welche Musik hören Sie?
Als Kind habe ich Blockflöte und Akkordeon gespielt. Heute höre ich R&B, Soul, Pop oder auch mal Jazz.
Was lesen Sie zurzeit?
Aktuell fesselt mich «Bedenke, was du tust» von Elizabeth George.
Was ist Ihr Lieblingsort im Zürcher Oberland?
Der Lützelsee.

