Wenn zwei sich suchen, aber noch nichts voneinander wissen, gibt es Dating-Plattformen wie Tinder, die beim Finden helfen. So etwas gibt es jetzt auch für Bildungsangebote. Die Plattform und das dazugehörige Start-up heissen «Evrlearn» und wurden vom Wernetshauser René Beeler mitgegründet.
Sein Produkt als «Bildungs-Tinder» zu bezeichnen, würde der Sache jedoch nicht gerecht werden. Evrlearn führe zwar suchende User und Bildungsangebote mit ähnlichen «Matchmaking-Prozessen» zusammen, biete darüber hinaus aber noch viel mehr, wie Beeler erklärt. So können etwa Absolventen die Angebote gemäss ihrem Lernfortschritt bewerten.
Einzelne «Alumni» geben sogar individuell über die Kurse Auskunft. «Diese Kombination aus sozialem Netzwerk und Online-Marktplatz für Weiterbildungsmöglichkeiten ist weltweit einmalig», sagt Beeler. Er ist überzeugt, mit dem Angebot, das im vergangenen Jahr online ging, den Nerv der Zeit getroffen zu haben.
Einnahmen über Vermittlungsgebühren
Laut einer Studie des « World Economic Forum » müssen 40 Prozent aller Erwerbstätigen in den nächsten fünf Jahren eine Umschulung absolvieren. Beeler hat zwei Jahrzehnte in der Bankbranche gearbeitet und weiss, wie es ist, seine Skills immer auf dem neusten Stand zu halten. «Wir müssen uns heute mehr denn je fragen, welche Fähigkeiten in Zukunft von uns verlangt werden und wo wir uns diese aneignen können», sagt er. Mitgründer Felix Schmid indes war in der Bildungsbranche tätig und kennt somit quasi die andere Seite.

