Viele Firmen hat die Corona-Pandemie auf dem falschen Fuss erwischt. Zu den glücklichen Ausnahmen gehört die Pfäffiker Sorein GmbH. Wobei in ihrem Fall nicht vom «richtigen Fuss» gesprochen werden kann. Die Firma mit 17 Mitarbeitern ist nämlich auf Handhygiene spezialisiert. «Wir betonen schon lange die Wichtigkeit dieser Hygienemassnahme – aber nicht jeder hat das so richtig ernst genommen», sagt Geschäftsführerin Annina Schubiger.
Über 90 Prozent der Viren werden ihr zufolge durch gründliches Waschen und Abtrocknen beseitigt. Im Alltag genügt dafür eine Handseife. Fehlt fliessendes Wasser, etwa unterwegs, muss ein Desinfektionsmittel her. Sorein hat während der Pandemie eines entwickelt, um die sprunghaft gestiegene Nachfrage bedienen zu können.
Plötzliche Knappheit
Schubiger erinnert sich an kuriose Szenen in der Anfangsphase. Damals sei das Ethanol, der Hauptbestandteil von Desinfektionsmitteln, plötzlich knapp geworden. Die Zulieferer hätten in ihrer Not vermehrt auf unkonventionelle Methoden gesetzt. «Wer eine Flasche mit Alkohol im Keller fand, wollte sie irgendwie zu Ethanol machen. Da gab es dann schon mal Desinfektionsmittel, das nach Bier oder Schnaps roch.»
Als eine solche Charge mit merkwürdigem Aroma den Weg in die Sorein-Fabrik fand, habe man beschlossen, ein neues Desinfektionsmittel zu entwickeln, das angenehm duftet und pflegende Zusätze enthält. Zudem sollte es als Gel aus dem Spender kommen – und nicht als Flüssigkeit. «Damit das Mittel auf der Hand bleibt, statt durch die Finger zu rinnen», sagt die Geschäftsführerin.

