Sie leiten die Faust Auto AG in Hinwil. Was bedeutet Ihnen die Arbeit?
Simon Faust: Die Firma ist ein Familienunternehmen, und es freut mich, dass ich die Arbeit meiner Eltern weiterführen kann. Im eigenen Betrieb zu arbeiten, ist etwas Spezielles. Wir haben kurze Entscheidungswege, was vieles erleichtert. Ich geniesse Freiheiten, die ich an einem anderen Ort wohl nicht hätte.
Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Zuerst lernte ich Konstrukteur. Das gefiel mir gut. Für das Autogewerbe interessierte ich mich erst später.
Wie kamen Sie zur Faust Auto AG?
Während der Lehre als Konstrukteur absolvierte ich die Berufsmittelschule. Nach dem Lehrabschluss ging ich in den Familienbetrieb und verkaufte für ein Jahr Fahrzeuge. Danach entschloss ich mich, Betriebsökonomie an der Fachhochschule in Winterthur zu studieren. Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete ich in der Ferag in Hinwil für anderthalb Jahre als Verkaufsingenieur. Dann kehrte ich zur Faust Auto AG zurück. Die Herausforderung, den Familienbetrieb zu leiten, reizte mich.
Name: Simon Faust
Geburtsjahr: 1992
Beruf: Geschäftsleiter
Erlernter Beruf: Konstrukteur
Hobbys: Mountainbiken, Skifahren, Langlauf, Fitness, Kochen
Zivilstand/Kinder: ledig
Wohnort: Bertschikon ZH
Was würden Sie rückblickend anders machen?
Ich schaue, was auf mich zukommt, und achte mehr auf die Gegenwart. Der Blick in die Zukunft ist zwar wichtig, doch derzeit sieht die Perspektive im Autogewerbe nicht rosig aus. In vielen Betrieben kann man nicht mehr über zehn Jahre hinaus planen, weil es einige Unsicherheitsfaktoren gibt. Die Corona-Pandemie zeigt, dass Veränderungen rasch kommen können. Wichtig ist, sie anzunehmen, statt sich davor zu verschliessen. Der ständige Wandel gehört heute zur neuen Normalität.

