Die Fluggesellschaft steckt in der schwersten Krise seit ihrem Bestehen. Gestern kündigte der abtretende CEO Thomas Klühr in einem Interview den Abbau von 1000 Stellen an (siehe Box). Der Grund ist klar: Seit Ausbruch der Corona-Krise buchen die Schweizer nur noch wenige Ferienflüge, auch beruflich fliegen die Schweizer viel weniger.
Der Winterflugplan, den die Swiss am Dienstag veröffentlichte, ist deshalb bereits stark ausgedünnt. Zwar werden 85 Prozent der Destinationen wieder angeflogen. Doch viel weniger oft: Im Vergleich zum Vorjahr bietet die Swiss bloss noch 30 bis 40 Prozent der Verbindungen an.
Nun werden Passagiere, die für die nächsten Wochen und Monate ein Swiss-Ticket gekauft haben, auf Verbindungen der Muttergesellschaft Lufthansa umgebucht. Dies berichten Kunden, die eine Direktverbindung mit der Swiss gebucht hatten und in diesen Tagen eine Mitteilung erhielten: Per Mail wurden sie darüber informiert, dass ihre Verbindung mit der Swiss nun von der Lufthansa ausgeführt werde. Für die meisten Passagiere bedeutet dies, dass sie deshalb in Frankfurt oder München umsteigen müssen. Und: Die Reisezeit wird so wesentlich länger. Das Angebot wird damit deutlich unattraktiver.
Madrid, Luxemburg und Los Angeles sind betroffen
Die Swiss bestätigt auf Anfrage, dass mit dem reduzierten Flugplan mehrere Strecken nicht wie geplant bedient würden. «Bei der Anpassung des Winterflugplans Anfang dieser Woche war dies bei rund einem Dutzend Routen der Fall», wie Swiss-Sprecherin Karin Müller sagt.

