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Wirtschaft

Hier bekommen Väter neu zwei Wochen mehr Urlaub

Viele Firmen, die bereits Vaterschaftsurlaub boten, verlängern diesen jetzt nicht. So profitieren sie davon, dass der Staat ab 2021 zahlt. Eine Umfrage zeigt aber: Drei Firmen stocken die Ferien sogar auf.

Am Sonntag hat das Schweizer Stimmvolk Ja gesagt zu zwei Wochen gesetzlichem Vaterschaftsurlaub. Frischgebackenen Vätern stehen statt einem Tag nun zwei Wochen bezahlte Zeit mit ihrem Nachwuchs zu. In Kraft treten soll die Neuregelung Anfang 2021.

Bereits heute gewähren Grossunternehmen in der Schweiz ihren Mitarbeitern oft mindestens eine bis zu acht Wochen bezahlte Papi-Zeit – in Ausnahmefällen sogar 14 bis 18 Wochen –, wie eine Umfrage der Redaktion bei verschiedenen Firmen zeigt.

Unternehmen sparen Geld

Doch werden die Unternehmen die zwei Wochen nun zusätzlich an ihre Mitarbeiter weitergeben und die bereits bestehende Auszeit aufstocken? Nein, die Mehrzahl der befragten Unternehmen gibt an, dass sie die Ferientage nicht zusätzlich gewähren wird. So profitieren die Väter weiterhin von ihrem bisherigen Urlaubsanspruch – und die Unternehmen sparen Kosten ein.

Finanziert wird der Vaterschaftsurlaub nun über die Erwerbsersatzordnung. Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt des Kindes, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Bei 13 Monatslöhnen entspricht dies einem Monatslohn von 6784.60 Franken.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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