«Penetrationstest» – das klingt nicht unbedingt nach einem Begriff aus der IT-Branche, bezeichnet dort jedoch in der Tat ein Verfahren zur umfassenden Prüfung eines Computersystems. Gerade Finanzdienstleister, für die Sicherheitslücken fatale Folgen hätten, führen diese aufwendigen und teuren «Pentests» mehrmals jährlich durch.
Zwei junge Start-up-Unternehmer fanden, dass es dafür einen effizienteren Weg geben muss. Anstelle einer manuellen Überprüfung, die nur in Abständen erfolgt, überwacht ihr «Swisspentest» Webseiten fortlaufend und automatisiert in Echtzeit. Die Software stammt zu einem Grossteil aus der digitalen Feder des Wetzikers Patrice Kast.
Fragt man ihn, ob er ein Computer-Genie sei, winkt Kast lachend ab. Immerhin begann der heute 21-Jährige seine IT-Karriere verblüffend früh: Mit 14 programmierte er Webseiten und verdiente schon als Kanti-Schüler mit seinen Dienstleistungen. Nach erreichter Volljährigkeit gründete er zusammen mit seinem Cousin Oliver Kast, der die nötigen Wirtschaftskenntnisse mitbrachte, die Kast Group GmbH für massgeschneiderte Spezialsoftware mit Sitz in Dietlikon.
Beginn in Südafrika
Die Einnahmen des Start-ups ermöglichten die Eigenfinanzierung der fast drei Jahre langen Entwicklungsphase des Swisspentests. Am Anfang stand ein Südafrika-Aufenthalt nach dem Gymi. «Ich musste in Abgeschiedenheit und ohne Ablenkung an meiner neuen Idee arbeiten können», sagt Kast.

