Sie leiten die Kletterhalle Griffig in Uster. Was bedeutet Ihnen die Arbeit?
Martin Baumeler: Drei Kollegen und ich hatten vor gut sieben Jahren die Idee, eine Kletterhalle zu eröffnen. Nun gibt es Griffig seit fünf Jahren, und ich bin einer von zwei Geschäftsleitern und der Präsident der Genossenschaft. Die Arbeit bedeutet mir entsprechend viel, weil ich das Unternehmen aufbaute.
Geht das gut, wenn drei Kollegen plötzlich geschäftlich miteinander zu tun haben?
Wir haben mit dieser Zusammensetzung gute Erfahrungen gemacht. Aber wir lernten uns mit der Zeit von ganz anderen Seiten her kennen. Das war nicht immer einfach. Wir sind nun nicht nur Kollegen, sondern auch Geschäftspartner.
Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Neben Mathe und Physik befasste ich mich gerne mit Motoren. Daher studierte ich an der ETH Zürich Maschinenbau. Kurz nach dem Studium ging ich zu Mettler Toledo in Nänikon-Greifensee. Dort konnte ich in der Entwicklung einen Bereich aufbauen. Zehn Jahre später wollte das Eidgenössische Amt für Messwesen eine Waage in Auftrag geben, mit der man im Vakuum wiegen kann. Als Mettler ablehnte, gründete ich ein Ingenieurbüro und entwickelte diese Waage. Vor gut zehn Jahren hat Mettler unser Büro gekauft. So hatte ich die Gelegenheit, etwas Neues zu machen. Daraus wurde die Kletterhalle.
Name: Martin Baumeler
Geburtsjahr: 1959
Beruf: Geschäftsleiter Kletterhalle Griffig
Erlernter Beruf: Maschineningenieur ETH
Hobbys: Klettern, Skitouren, Mountainbike
Zivilstand/Kinder: verheiratet / ein 17-jähriger Sohn
Wohnort: Hittnau
Was würden Sie rückblickend anders machen?
Bei der Gründung der Kletterhalle investierten wir viel Zeit in die Planung und architektonische Umsetzung. Erst spät stellten wir uns die Frage: Wie steht es um unser Personal? Wir waren etwa fünf Mitarbeiter und mussten innert kürzester Zeit rund zehn zusätzliche Stellen besetzen. Wir hatten Glück – bis auf zwei Personen sind alle dem Betrieb bis heute treu geblieben.

