«Buy local» lautete der Aufruf in den sozialen Medien, der zu Beginn des Lockdown zum Kauf bei regionalen Händlern animieren sollte. Die Ustermer Buchhandlung Doppelpunkt spürte, dass die Bevölkerung dieses Motto tatsächlich verinnerlicht hatte. Zusammen mit den Bestellungen per Mail kamen viele aufmunternde Botschaften der Wertschätzung. «Die Solidarität war riesig», sagt Andrea Kalt, die zusammen mit Barbara Maurer das Geschäft führt.
Wegen der Coronakrise hat Doppelpunkt früher als geplant einen Onlineshop eingerichtet. Die Buchhandlung des Jahres 2019 wird dadurch aber nicht gleich zur direkten Konkurrentin von Exlibris und Amazon. Dennoch: Die erzwungene Ladenschliessung steigerte die Bedeutung von Onlinebestellungen. Und es blieb mehr Zeit im Büro, um den Webshop einzurichten. «Ein Unterfangen, das zeitlich und finanziell aufwendiger ist, als viele meinen», sagt Kalt.
Nachfrage «nicht überwältigend»
Die Geschäftsführerinnen wollten zunächst abwarten, bis das neue Onlineshop-System eines IT-Dienstleisters bereit war. Sie durften dann bereits in der Pilotphase einsteigen.
Seit Mitte Juli können Kunden nun online einkaufen. Zuvor, während des Lockdown, mussten die Kunden telefonisch oder per E-Mail bestellen. Die meisten der verlangten Druckerzeugnisse wurden dann zusammen mit Freunden per Velo oder Auto direkt geliefert. Später wurden die Bücher jeweils vor dem Geschäft zur Abholung bereitgestellt. « Heute werden die meisten Online-Bestellungen bei uns im Laden abgeholt », sagt Kalt . Bei kurzen Distanzen liefere man auch per Velo oder zu Fuss, ansonsten per Post.

