Sie sind Geschäftsführer der Landwirtschaftlichen Kundendienst Bosshard GmbH in Bauma. Was bedeutet Ihnen die Arbeit?
Max Bosshard: Wir erhalten für unsere Arbeit grosse Wertschätzung. Der Betrieb ist die Lebensgrundlage für meine Familie, für die meines Bruders und weiterer Mitarbeiter.
Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Da mich die Technik schon früh interessierte, lernte ich Maschinenschlosser bei der Firma Sulzer. Danach ging ich auf Montage ins Ausland, war viel auf Schiffen unterwegs. Irgendwann hatte ich genug vom Reisen und kehrte zurück.
Wie sind Sie zur jetzigen Arbeitsstelle gekommen?
Mein Vater war Fuhrhalter und hatte einen Hof, den er altershalber nicht mehr bewirtschaften konnte. Als ich aus dem Ausland zurückkam, konnte ich den Hof und die Fuhrhalterei von meinem Vater übernehmen. Bald gab ich die Milchwirtschaft auf und setzte auf landwirtschaftliche Lohnarbeit.
Wie kam Ihr Bruder in den Betrieb?
Er ist viel jünger als ich und lernte Käser. In der Freizeit war er bei uns im Betrieb und hatte Freude an den Maschinen. Jahre später wechselte er in den Familienbetrieb. Er hat seine Aufgabenbereiche, die er selbständig leitet.
Von wem haben Sie beruflich am meisten profitiert?
Mein Lehrmeister bei Sulzer lehrte mich nicht nur die Technik, sondern vermittelte mir, dass es neben Freizeit und Ausgang Wichtigeres im Leben gibt. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit wurden von ihm vorgelebt und von uns Lehrlingen eingefordert.

