Die Schwarze Liste der Corona-Risikogebiete hat kurz vor der Feriensaison die Personalplaner aufgescheucht. Viele Unternehmen raten den Beschäftigten dringend davon ab, ihren Urlaub in einem der 29 Länder zu verbringen. Dabei sind sie nicht nur um die Gesundheit ihrer Angestellten besorgt, vielmehr könnten in einigen Branchen empfindliche Ausfälle drohen, wenn nach der Rückkehr aus den Ferien viele Mitarbeiter in Quarantäne müssen. Das wollen die Unternehmen tunlichst vermeiden.
Betroffen sind all jene Firmen, in denen Homeoffice nicht ohne weiteres möglich ist – wie der Bau, die Gastwirtschaft oder das Gesundheitswesen. Rechtlich allerdings dürfen Arbeitgeber ihren Beschäftigten keine Vorschriften machen, wo sie ihre Ferien verbringen.
Diese Länder stehen aktuell auf der Liste
Argentinien
Armenien
Aserbeidschan
Bahrain
Weissrussland
Bolivien
Brasilien
Kapverden
Chile
Dominikanische Republik
Honduras
Irak
Israel
Katar
Kolumbien
Kosovo
Kuwait
Moldau
Nordmazedonien
Oman
Panama
Peru
Russland
Saudiarabien
Schweden
Serbien
Südafrika
Turks- und Caicos-Inseln
USA
Der Baumeisterverband rate Beschäftigten «dringend davon ab», in Risikoländer zu reisen, erklärt ein Sprecher. Das dürfte zumindest einen Teil der Bauarbeiter bei ihrer Ferienplanung einschränken: Denn in der Schweiz stammen etwa 3000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe aus Serbien und Kosovo. Zwar dürften viele von ihnen ihre Ferien nicht unbedingt über die Sommermonate planen, wenn am Bau sehr viel zu tun ist. Im Herbst und Winter dürfte das aber zu einem grossen Thema werden.

