Aufatmen bei der Swiss
Die Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre des Flugkonzerns stimmten einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik zu. Das damit verbundene Hilfspaket über neun Milliarden Euro kann nun umgesetzt werden. Das sorgt auch bei der Lufthansa-Tochter Swiss für Erleichterung. Denn ohne Rettungspaket für die Lufthansa, hätte es aus Bundesbern keinen Milliardenkredit für die Schweizer Airline gegeben.
Bei den Schweizer Lufthansa-Töchtern Swiss und Edelweiss kommt deshalb, der an der Hauptversammlung gefällte Entscheid, gut an. Swiss und Edelweiss begrüssten den Aktionärsentscheid zu den notwendigen Kapitalmassnahmen, heisst es in einer kurzen Stellungnahme dazu. Damit sei die Liquidität gesichert.
Bund stellte Bedingungen
«Der heutige Entscheid der Aktionäre gibt uns Planungssicherheit, um die Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiter voranzutreiben und die Anbindung der Schweiz an die Welt sicherzustellen», wird Swiss-Chef Thomas Klühr zitiert. Nun werde man mit der Lufthansa sowie den jeweiligen Behörden die nächsten Schritte planen. Danach würden die ersten Kredite an die Swiss ausbezahlt.
Der Bund hatte Anfang Mai für die Swiss und ihre Schwester Edelweiss Nothilfe in Höhe von 1,275 Milliarden Franken in Aussicht gestellt. Dieses Geld liegt bereit, war aber bisher wegen der Verzögerungen in Deutschland noch nicht geflossen. Eine Insolvenz der Lufthansa hätte auch die Swiss in die Tiefe reissen können.

