Zusammen mit Ihrer Frau leiten Sie die Physiotherapie Dübendorf. Sind Sie lieber Physiotherapeut oder Unternehmer?
Wybe Dedden: Mit meinen 57 Jahren arbeite ich immer noch sehr gerne als Physiotherapeut. Ich kann mir vorstellen, die Praxis einmal abzugeben. Das gilt aber nicht für meine therapeutische Arbeit.
Was bedeutet Ihnen die Arbeit?
Ich habe eine tolle Familie mit drei Kindern, und das Geschäft ist für mich wie ein viertes Kind. Während der Coronapandemie nimmt die Arbeit einen grossen Teil meines Lebens ein. Ich habe die Praxis mit meiner Frau zusammen aufgebaut. Wir sprechen viel darüber, wie es mit der Arbeit in dieser schwierigen Zeit weitergehen wird.
Haben Sie mehr Arbeit als sonst?
In normalen Zeiten ist die Praxis zu 100 Prozent ausgebucht, derzeit haben wir weniger als zehn Prozent Auslastung. Wenn meine Frau und ich am Morgen aufstehen, sprechen wir über alle Fragen, die wegen der Pandemie anstehen. Wir haben gegenüber dem Team und den Patienten eine grosse Verantwortung. Nur schon das Beschaffen von Schutzmaterial nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Ich rutschte irgendwie in die Physiotherapie. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Beruf für mich vollkommen stimmt. Ich suchte nach der Schule eine Kopfarbeit, wollte aber auch mit den Händen und mit Menschen arbeiten. Physiotherapie vereint alle drei Kriterien.
Wie sind Sie zu dieser Arbeit gekommen?
Die Physiotherapieausbildung war in den Niederlanden sehr gut. Damals gab es zu viele Physiotherapeuten in meiner Heimat. Wir kannten die Schweiz schon und fanden hier 1987 Arbeit.

