Velos aufbauen, Bremsen einstellen, Reifen wechseln – nach einem Jahr an der « Academy » beherrscht Areef Zirak die Grundlagen des Velomechaniker-Berufes. Der Gossauer absolvierte als erster das Ausbildungsprogramm von Veloplus. Damit will das Wetziker Unternehmen gegen den Fachkräftemangel vorgehen.
«Zugleich bietet die praxisorientierte Ausbildung Quereinsteigern, schulisch schwächeren Personen und Flüchtlingen eine einfachere Einstiegsmöglichkeit in die Arbeitswelt», sagt Geschäftsführer Dominique Metz.
«Keine Alternative»
Den Anstoss zum Ausbildungsprogramm gab der Umstand, dass eine zweijährige Grundbildung mit Berufsattest (EBA) für Fahrradmechaniker bisher fehlte. «Neben der dreijährigen EFZ-Lehre existiert keine Alternative, was entscheidend zum Fachkräftemangel in der Velobranche beiträgt», sagt Metz.
Verantwortlich für die Angebotslücke macht er den Branchenverband «2rad Schweiz». Deren Berufsbildungsobmann Roland Fischer hält entgegen: Der gewählte Weg entspreche dem Willen der Basis. Eine EBA habe im Verband keine Mehrheit gefunden. Den Quereinsteigern stünden bereits genügend Möglichkeiten offen. Diese würden auch rege genutzt.

