Herr Messerli, Ihre Firma hat mehrere Standorte. Wie viele Personen sind in Wetzikon von der Kurzarbeit betroffen?
Andreas Messerli Jr.: Am Standort Wetzikon sind es rund 140 Personen.
Wie beurteilen Sie die Massnahme des Bundes – hat er zu stark eingegriffen?
Die Situation ist ausserordentlich, und es war für den Bundesrat sicherlich keine leichte Entscheidung. Sie trifft jedoch die Messe- und Veranstaltungsbranche im Spezifischen sehr hart. Alles, für was wir stehen, nämlich die persönliche Begegnung zwischen Menschen und Unternehmen, ist nicht mehr möglich. Die Zeit wird zeigen, ob die Massnahme verhältnismässig war. Wir sind in Europa momentan das einzige Land, das eine so strikte, flächendeckende Verordnung erlassen hat. Im Ausland finden Fussballspiele, Messen oder Karnevalsveranstaltungen mit Publikum weiterhin statt.
«Alle Unternehmen aus diesem Bereich werden Kurzarbeit beantragen müssen.»
Fordern Sie eine Beteiligung des Bundes an den finanziellen Ausfällen?
Wir würden Hilfestellungen, in welcher Form auch immer, für unsere Branche begrüssen. Es sind ja vor allem sehr viele kleine und mittlere Unternehmen von dieser aussergewöhnlichen Situation betroffen. Aus der Presse war zu entnehmen, dass alleine die Absage des Autosalons in Genf einen Schaden von rund 250 Millionen verursacht hat. Die ganze Messe- und Veranstaltungsbranche ist von diesem Entscheid schwer betroffen. Alle Unternehmen aus diesem Bereich werden Kurzarbeit beantragen müssen.
Kann man sich gegen dergleichen versichern?
Wir und wahrscheinlich alle anderen Unternehmen aus diesem Bereich sind nicht gegen solche Risiken versichert.

