Es gibt Betriebe, die einen Ausflug ins Museum oder zur Bowlingbahn unternehmen. Und dann gibt es die Bubiker Kobel Gartengestaltung AG, die mit 33 Kamelen durch die Wüste Sinai zieht. Die Reisen seien auch ein Dankeschön an seine 30 Mitarbeiter, sagt Inhaber Hansueli Kobel. Die jährlich von ihm organisierten Reisen dienten aber vor allem der Teambildung.
Hamburg, London, Berlin, Barcelona, Marrakesch. «Es sind immer Orte, die ich kenne und an denen ich auch etwas über mich erzählen kann», sagt Kobel. Dabei gehe es auch um gärtnerische Weiterbildung und Horizonterweiterung.
Inspirierende Leere
Umso verwunderlicher ist das exotische Ziel der letzten Reise, die die Belegschaft im Dezember 2019 für zehn Tage in die karge, von kahlen Gebirgen geprägte Landschaft Ägyptens führte.
Was gibt es denn für eine Gartenbaufirma aus dem Zürcher Oberland ausgerechnet in der Wüste zu lernen? «Wir sind in erster Linie Raumgestalter», erklärt Kobel. Für sie seien grundsätzlich alle Naturräume interessant – selbst dann, wenn sie so abstrakt und reduziert erscheinen wie auf der Sinai-Halbinsel. «Die Leere und Kargheit dieses aussergewöhnlichen Landflecks hat inspirierend auf uns eingewirkt.»

