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Wirtschaft

Probleme mit kreativen Ideen gelöst

Die Meteolabor AG hat sich in der Entwicklung spezifischer Messinstrumente einen Namen gemacht. Dies, obwohl das Wetziker Unternehmen damit nur einen Nischenmarkt bedient.

Wie schützt man Anlagen vor elektromagnetischen Strahlungen? Wie misst man in einer Raumstation die Luftfeuchtigkeit oder die Höhe eines fliegenden Wetterballons? Lösungen für solche und ähnliche Probleme hat man bei der Meteolabor AG in Wetzikon erarbeitet. Gegründet wurde die Firma 1965 vom damals 30-jährigen Paul W. Ruppert zusammen mit Walter Büchler.

Büchler ist vor 25 Jahren in die USA ausgewandert, Ruppert hingegen ist als Inhaber der Firma immer noch mit Leib und Seele dabei, wenn es darum geht, meteorologische Messinstrumente zu entwickeln und zu optimieren. Ebenso enthusiastisch widmet er sich der Entwicklung von Schutzschaltungen, die elektronische Anlagen vor Blitzschlag oder elektromagnetischen Strahlungen schützen, die elektronische Geräte wie Computer, Fernseher, Radios, aber auch elektronische Zündungen in Autos beschädigen oder zerstören können.
 
Private schützen sich nicht

Am Schutz der elektronischen Anlagen vor einem Elektromagnetischen Impuls, wie er zum Beispiel durch eine Atombombenexplosion in grosser Höhe ausgelöst werden könnte, sei vor allem eine Sparte interessiert: das Militär, erklärt Ruppert. Irgendwie erstaunlich sei für ihn, dass die Privatwirtschaft diesbezüglich praktisch keine Schutzmassnahmen treffe. «In der Privatwirtschaft interessiert das höchstens die Betreiber eines Rechenzentrums einer Bank, die dann Teile ihrer Anlagen schützen wollen», sagt Ruppert.

Dass nach einem starken elektromagnetischen Impuls weder der öffentliche Verkehr, noch die Kommunikationsmittel oder die Strom- oder Trinkwasserversorgung funktionieren würden, werde offenbar nicht als Problem wahrgenommen, das zu verhindern sich lohnen würde. Beim Militär hingegen herrsche diesbezüglich eine andere Sensibilität, sagt Ruppert. Dort gelte der Grundsatz, dass man unter allen Umständen die Einsatzbereitschaft erhalten müsse. Also rüstet die Armee ihre Anlagen mit den entsprechenden Schutzmassnahmen aus. Zur Freude von Ruppert, dessen Firma einen grossen Umsatzanteil in dieser Sparte erzielt.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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