Er sollte die Kohlen aus dem Feuer holen: Manfred Zurkirch war im Juni 2019 zum neuen CEO der Ferag AG in Hinwil ernannt worden. Jetzt hat die Weltmarktführerin von Förder- und Verarbeitungssystemen für die Printmedien das Arbeitsverhältnis per sofort beendet – «in gegenseitigem Einvernehmen und aus persönlichen Gründen», wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Als Nachfolger präsentiert das Unternehmen Luigi Maniglio, der die Ferag laut Mitteilung seit April 2019 kennt. Maniglio habe im Rahmen eines Mandates beim Strategieberatungsunternehmen Fai – Futuro All’Impresa den Transformationsprozess in der Ferag intensiv begleitet und verfüge über eine 30-jährige internationale Unternehmer- und Führungserfahrung im Bereich des Engineering und der mechanischen Industrie. « Er tritt sein neues Amt per sofort an. »
Die Ferag kämpft seit Jahren mit dem Wegbrechen des Kerngeschäfts, der grafischen Industrie. Im Sommer 2019 musste sie 136 Stellen streichen (wir berichteten). Beim Aufbau der Intralogistik zum zweiten Standbein hatte das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit hohe Verluste gemacht, wie Manfred Zurkirch im September 2019 gegenüber dem ZO/AvU mitteilte. Sein Nachfolger Maniglio steht erst ab Juni für ein Interview zur Verfügung. An seiner Stelle beantwortet Mediensprecher Christoph Vollenweider die Fragen zum Wechsel in der Geschäftsleitung. (jöm)
Die Medienmitteilung zum Abgang von Manfred Zurkirch wirft eine Menge Fragen auf. Darin steht etwa, es «wurde entschieden, sein Arbeitsverhältnis als CEO mit der Ferag per sofort aufzulösen». Wurde er also entlassen?
Christoph Vollenweider: Das möchte ich präzisieren: Man hat in einem Gespräch mit Manfred Zurkirch entschieden, das Arbeitsverhältnis aufzulösen und zwar aus persönlichen Gründen von Manfred Zurkirch.
Normalerweise verlässt ein CEO ein Unternehmen nicht bereits nach sieben Monaten wieder. Was ist schiefgelaufen?
Von Schieflaufen kann keine Rede sein. Es sind, wie geschrieben, private Gründe. Darum kann ich nichts mehr dazu sagen.

