E-Bikes kosten mehr als so manches Occasionsauto. Vor dem Wetter oder vor Dieben sind sie an einfachen Fahrradständern nur selten ausreichend geschützt, wie viele Besitzer finden. Auf dieses Unbehagen reagiert nun ein Dübendorfer Start-up: Die V-Locker AG hat turmartige Module entwickelt, die auf kleinstem Raum möglichst viele E-Bikes aufnehmen können. Drei Module nebeneinander haben etwa die Grundfläche eines Autoparkplatzes und bieten Abstellmöglichkeiten für bis zu 60 Fahrzeuge. Am Bahnhof Stettbach beteiligt sich die Gemeinde Dübendorf nun an einem der ersten Pilotversuche mit dem automatischen Parksystem.
So funktioniert das System
Per App reservieren die Nutzer eine Box, die ein leichtes Zweiradfahrzeug und etwas Gepäck aufnehmen kann. Die einzelnen Boxen zirkulieren im V-Locker-Turm wie die Kabinen eines Paternosters durch einen Aufzugsschacht. Tritt der Nutzer vor die Lifttür, wird die entsprechende Box per Umlauftrieb nach unten befördert. Das Ein- und Auschecken dauert wenige Sekunden. Je nach Höhe des «Bike-Parking-Towers» können sechs bis 20 Velos untergebracht werden.
«Mit dem Aufkommen der E-Bikes haben sich auch die Einzugsgebiete vergrössert», sagt Hubert Müller, Marketing- und Vertriebsleiter der V-Locker AG. So schwingen sich dank Elektromotor vermehrt auch Pendler, die weit entfernt vom Bahnhof wohnen, für den Weg dorthin auf den Velosattel.
Müller ist sich bewusst: Der Flut an Velos wird man mit dem V-Locker-System nicht Herr. Die Module zielen vielmehr auf das Sicherheitsbedürfnis von Besitzern wertvoller Fahrzeuge.

