Zwei vollbeladene Tiefgänger und drei weitere LKW-Ladungen mit Maschinenteilen fuhren Mitte Oktober vom Pfäffiker Industriequartier Richtung Bern. Es ist kaum vorstellbar, dass diese schwere Last bald zu einer Maschine zusammengebaut wird, die es mit äusserst zerbrechlichen Produkten zu tun bekommt. Es handelt sich nämlich um eine Eierkoch- und Färbmaschine der Nuovo AG. Bis zu 20'000 Eier pro Stunde wird die Entwicklung des Pfäffiker Unternehmens einst kochen, färben und verpacken.
Mehrere Herausforderungen
Zunächst kochen die Eier während ungefähr 15 Minuten im Wasserdampf. Mitarbeiter sortieren anschliessend geplatzte Exemplare aus. Danach kommen die Eier auf einem Nadelteller ins Spritzwerk, wo sie zuerst eine Grundierung und später nach Bedarf eine Graffiti-Zeichnung erhalten.
«Die Herausforderung war die Leistung, welche diejenige des Vorgängermodells um mehr als das Dreifache übertrifft», sagt Fabian Isler, Sohn von Geschäftsinhaber Werner Isler. Unter anderem wurde dies erreicht, indem sie mechanische durch elektronische Teile ersetzt hätten. So wurden etwa statt Kurbeltriebe Servomotoren verbaut. «Wir haben ausserdem nicht nur die Bahnen in der Breite verdoppelt, sondern mit dem Doppelhub auch ein anderes Fahrprofil programmiert.»
Die Leistung sei aber nicht die einzige Herausforderung gewesen, wie Werner Isler sagt: «Der vom Auftraggeber gewählte Produktionsraum liegt acht Meter über Boden. Für die Einbringung ins zweite Obergeschoss mittels zweier Kranen wurde eigens eine Montageöffnung in die Fassade gemacht.»

