Wozu wird die 1000er-Note in der Schweiz verwendet? Die Frage ist von Bedeutung, weil die Note international kritisiert wird. Kein Land hat einen Schein mit einem derart hohen Wert.
Erst im April hat die Europäische Zentralbank die Herausgabe der 500-Euro-Note eingestellt. Damit droht der 1000er zum bevorzugten Wertaufbewahrungsmittel für Kriminelle zu werden. Und sie ist die ideale Alternative, sollten die Zinsen immer weiter in den negativen Bereich fallen.
Die 1000er-Note – Liebling der Mafiosi oder einfaches Zahlungsmittel? Die 2017 durchgeführte Zahlungsmittelumfrage der SNB schien Entwarnung zu geben. Sie kam zum Schluss, dass der 1000er und auch die 200er-Note «in erster Linie für weniger oft anfallende, teurere Anschaffungen von Bedeutung» seien. Damit gemeint sind Autos, Elektroartikel oder Möbel – sowie für das Begleichen von Rechnungen am Postschalter.
In Krisen und Phasen erhöhter Unsicherheit verschwanden Noten aus dem Wirtschaftskreislauf und wurden gehortet.
Das Horten dagegen schien gemäss dem Bericht eher unbedeutend zu sein: Die vertiefte Analyse der Geldnutzung «deutet darauf hin, dass private Haushalte die 200er- und 1000er-Noten nur in einem geringen Umfang zur Wertaufbewahrung einsetzen.»

