Die Stimmung bei Bucher Leichtbau in Fällanden ist angespannt. Viele Mitarbeiter müssen zurzeit zwangsweise Überstunden abbauen. Der Grund: Seit die Herstellerin von Bordküchen 2018 ein Grossprojekt für Iran Air auf Eis legen musste, klafft eine grössere Lücke in der Produktion (wir berichteten).
Acht Flugzeuge hätte das Unternehmen für Iran Air, die staatliche Fluggesellschaft des Iran, ausrüsten sollen. Damit wären seine Mitarbeiter im 2019 und 2020 gut ausgelastet gewesen. Aber die einseitige Aufkündigung des Atomabkommens mit Teheran durch die neu gewählte US-Regierung machte dieses Projekt zunichte (siehe Box).
Geplatzter Deal
Acht Flugzeuge der Iran Air sollte die Bucher Leichtbau AG aus Fällanden bis 2020 mit Bordküchen ausrüsten. Auftraggeber war Airbus. Von Januar 2017 bis Januar 2018 wurden dafür Testeinheiten entwickelt. Als sich abzeichnete, dass die US-Administration unter Präsident Donald Trump wieder Sanktionen gegen Iran verhängen würde, entschied sich Bucher Leichtbau Ende Januar 2018 zum Projektstopp. jöm
Lange Vorlaufzeiten

