Es muss sich etwas ändern auf unseren Strassen», sagt Jonas Ott. Der Geschäftsführer der Fahrschule Peter Ott AG ist überzeugt, dass in Zukunft weniger mit Benzin und Diesel angetriebene Fahrzeuge unterwegs sein sollten. Ott wollte mit gutem Beispiel vorangehen und für die Anhängerprüfung und die Handicap-Ausbildung ein Elektroauto anschaffen. Dies entpuppt sich als überraschend schwierig.
Ein Blick in die Fahrschulen der Region lässt erkennen, dass Fahrzeuge mit alternativem Antrieb noch kaum zum Unterrichten eingesetzt werden. Unter Fahrlehrern haben diese offenbar keinen tadellosen Ruf. Aber das Problem ist nicht nur das Image: Selbst wer guten Willens ist, hat Mühe, das passende Modell zu finden, wie das Beispiel der Fahrschule Peter Ott zeigt.
Problem mit dem Anhänger
Jonas Ott hat festgestellt, dass nur sehr wenige E-Autos mit einer Anhängerkupplung ausgestattet werden können. Modelle, die Anhänger ziehen dürfen, verlieren dadurch bis zu 70 Prozent ihrer Reichweite. Ausserdem ist die erlaubte Last in vielen Fällen sehr gering. «Zwar ist für uns als Fahrschule die Reichweite nicht entscheidend, aber um den Unterricht praxisnah gestalten zu können, sind wir auf eine ausreichende Anhängelast angewiesen», erklärt er.
«Wir sind auf eine ausreichende Anhängelast angewiesen.»
Jonas Ott, Geschäftsführer Fahrschule Peter Ott AG

