In letzter Zeit erhält die Rohrmax AG mit Hauptsitz in Grüningen zahlreiche Beschwerden wegen horrender Kosten und schlechter Arbeit. Auch im Internet werden die Mitarbeiter des Unternehmens für Abfluss-, Rohr- und Kanalreinigung mit regelrechten Beschimpfungen überzogen. Allerdings richten sich die Vorwürfe an den falschen Adressaten. «Es stellt sich jeweils sehr schnell heraus, dass diese Leute auf Betrüger hereingefallen sind, die sich als unsere Mitarbeiter ausgegeben haben», sagt Eve Schmidt, CEO der Rohrmax AG.
Wie nachhaltig die Rufschädigung und wie hoch der finanzielle Verlust ist, könne sie noch nicht abschätzen. Das Unternehmen plane nun, mit rechtlichen Mitteln den «Sanitären» ihr Handwerk zu legen.
Suchmaschinen-Trick
Schmidt ist sicher, dass es sich bei den Betrügern um eine einzelne Gruppe handelt, die in der ganzen Schweiz unter verschiedenen Namen arbeitet. Als Firmensitz wähle sie willkürlich Adressen, an denen nachweislich kein derartiges Unternehmen zu finden sei. Wenn die Kunden dort anriefen, würden sie an ein Callcenter im Ausland gelangen. «Dort kommen sie mit ihrer Beschwerde nicht sehr weit und rufen dann uns an», sagt Schmidt.

