Sie kamen mit schusssicheren Westen: die Einsatzkräfte der Bundesanwaltschaft (BA). Für sechs Uhr morgens hatte die Behörde eine Hausdurchsuchung bei der Marenco AG in Pfäffikon angeordnet. Das war am 15. Mai. Im Visier der Ermittler: Geschäftsführer Martin Stucki und Projektleiter Mike Schneider. Letzterer kam in Gewahrsam und wurde bis zum Abend verhört – ohne etwas zu essen oder zu trinken zu bekommen.
«Ich hatte Glück, weil ich mich zu dieser Zeit in Deutschland aufhielt.»
Martin Stucki, CEO der Marenco AG, Pfäffikon
So schildert Stucki die Vorgänge. «Ich selber hatte Glück, weil ich mich zu dieser Zeit bei einem Lieferanten in Deutschland aufhielt», sagt er. Seine Frau habe die Wohnung, die sich im Firmengebäude befindet, nicht verlassen dürfen. Ein Polizist sei während der Durchsuchung bei ihr geblieben, um sie am Telefonieren zu hindern.
Unterdessen stellten andere Beamte Dokumente und Computer sicher. Was in der Firma los war, erfuhr Stucki von seinem Sohn, der ihn auf dem Schulweg anrief.
Höhepunkt einer «Verleumdungskampagne»

