Halbjahresergebnis der Bank BSU
Die Bank BSU setzt auch im Jahr 2017 ihre Strategie der Optimierung des Kreditportfolios erfolgreich fort, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Die Kundenausleihungen konnten im ersten Semester um rund 16 Millionen Franken oder 2 Prozent auf 817 Millionen Franken ausgebaut werden. Ebenfalls einen Zuwachs wurde bei den Kundengeldern verzeichnet. Diese wuchsen im ersten Semester um 15.2 Millionen Franken oder 2.2 Prozent, trotz der weiterhin historisch tiefen Zinskonditionen. Der Kundendeckungsgrad liegt stabil bei 87.9 Prozent und damit leicht über dem Vorjahreswert von 87.7 Prozent.
Erfolgsrechnung
Aufgrund der weiterhin sinkenden Zinsmarge bei den Banken, sank der Zinserfolg aus dem operativen Geschäft gegenüber dem Vorjahr um rund 331’000 Franken oder 6.8 Prozent. Nebst dem tiefen Zinsen für das Neugeschäft würden auch die auslaufenden Festhypotheken laufend zu deutlich tieferen Zinssätzen prolongiert und im Wesentlichen den laufenden Zinsertrag reduzieren. Das Kreditportfolio konnte laut der Mitteilung qualitativ nochmals verbessert werden, so dass weitere Wertberichtigungen im Betrag von 270’000 Franken zu Gunsten der Erfolgsrechnung per Stichtag aufgelöst werden konnten.
Aufgrund der geringeren Wertschriftentransaktionen gegenüber dem Vorjahr ist der Kommissionserfolg im Wertschriften- und Anlagegeschäft in der Berichtsperiode um rund 18.2 Prozent gesunken. Dagegen konnte der Erfolg aus dem Handelsgeschäft gegenüber dem Vorjahr praktisch auf gleicher Höhe gehalten werden. Im Personalaufwand wurde ein Anstieg um 6.5 Prozent verzeichnet, während der Sachaufwand um 7.0 Prozent gesenkt wurde. Somit reduziert sich der gesamte Geschäftsaufwand im ersten Semester des laufenden Jahres um weitere 0.6 Prozent.
Der Geschäftserfolg liegt per Stichtag mit 1.1 Millionen Franken deutlich unter dem Rekordergebnis des Vorjahres mit 1.9 Millionen. Im Vorjahr waren in dieser Position noch einmalige Auflösungen von Wertberichtigungen im Umfang von 583‘000 Franken enthalten und somit
310‘000 Franken mehr als in der aktuellen Berichtsperiode.
Bilanz und Eigenkapital
Die Bilanzsumme konnte im ersten Semester nominell auf 979 Millionen Franken und damit um 2.3 Prozent ausgedehnt werden. Die Risikogewichtung der Aktiven konnte gemäss Bericht auf relativ tiefe 434 Millionen Franken gesenkt werden und erreicht mit 44.3 Prozent der nominellen Bilanzsumme einen nochmals verbesserten Wert in Bezug auf die Risikoexposition der Bank. Das Eigenkapital weist einen nominellen Wert von 78.7 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 18.1 Prozent, gesetzlich erforderlich
für das Bankinstitut wären lediglich 10.5 Prozent. (zo)
