Gesellschaft

Wirtepaar verlässt Gasthaus Tanne in Bauma

Das Wirtepaar der «Tanne» in Bauma hört auf – die Gemeinde plant die Zukunft des Traditionslokals mit der Bevölkerung.

Ende Jahr hören Ingo Gläser und Nadine Kahn auf. Die Gemeinde sucht neue Lösungen für das Gasthaus Tanne.

Foto: PD/Rolf Hug

Wirtepaar verlässt Gasthaus Tanne in Bauma

Abschied nach sieben Jahren

Seit 2018 führen Nadine Kahn und Ingo Gläser das Gasthaus zur Tanne in Bauma, bald ist aber Schluss. Wie es mit dem Restaurant weitergeht, ist noch offen.

Nadine Kahn und Ingo Gläser sind weit über Bauma hinaus bekannt für ihre Gastfreundschaft, die Terrasse ihres Restaurants und virale Videos. Seit knapp sieben Jahren führen die beiden das Gasthaus zur Tanne in Bauma.

Ende Jahr wollen sie aufhören. Das teilt die Gemeinde Bauma, der das Restaurant gehört, mit. «Wir sind dankbar für die schöne Zeit in Bauma und die treue Unterstützung unserer Gäste», lässt sich Kahn in der Mitteilung zitieren.

«Die ‹Tanne› wird immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben, aber wir sind bereit für neue Herausforderungen.» Darüber hinaus will sich das Wirtepaar im Moment nicht äussern. An welchem Tag sie genau Abschied nehmen, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Bevölkerung darf mitreden

Und so muss die Gemeinde sich mit der Zukunft des geschichtsträchtigen Restaurants befassen. Bereits 1564 wurde das Gasthaus urkundlich erwähnt. Das Gebäude steht unter Schutz und nimmt eine markante Stellung im Ortsbild von Bauma ein.

Bauma will in den kommenden Monaten die Zukunft der «Tanne» sorgfältig planen – und zwar mit einem Strategieprozess.

«Dieser wird zeigen, welche Bedürfnisse seitens der Gemeinde bestehen und ob und in welcher Form weiterhin im Gasthaus gewirtet werden wird», wird Liegenschaftenvorsteherin Heidi Weiss (EVP) in der Mitteilung zitiert.

Bauma will sicherstellen, dass die «Tanne» auch in Zukunft ein wichtiger Treffpunkt für die Gemeinde bleibt und gleichzeitig den sich wandelnden Anforderungen gerecht wird. In diesen Prozess will Bauma auch die Bevölkerung und das Gewerbe einbeziehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Gemeinde Gedanken um die Zukunft der Restaurants macht. Der Gemeinderat musste in der Vergangenheit auch viel Kritik einstecken – denn über Jahre scheiterten mehrere Pächter damit, das Restaurant rentabel zu betreiben. Als der vorletzte Pächter auf Ende 2017 gekündigt hatte, wurden gar Stimmen laut, die einen Verkauf des Restaurants forderten.

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.