Sport

EHCW verliert gegen Huttwil 3:5

Wetzikon setzt dem Favoriten zu

Gegen Spitzenteam Huttwil biegt der EHC Wetzikon mit einem 3:3 in die Schlussphase ein – und hält am Schluss trotzdem nichts in den Händen.

Viel Aufwand, kein Ertrag: Der EHCW (Tobias Knörr) forderte Huttwil erfolglos. (Archiv)

Foto: David Kündig

Wetzikon setzt dem Favoriten zu

Gegen Spitzenteam Huttwil biegt der EHC Wetzikon mit einem 3:3 in die Schlussphase ein – und hält am Schluss trotzdem nichts in den Händen.

Der EHC Wetzikon ist am Mittwochabend nahe dran, den Huttwiler Lauf zu stoppen. Doch knapp sieben Minuten vor Schluss kassieren die Oberländer Gäste gegen den Favoriten das vorentscheidende 3:4. Am Ende heisst es aus Wetziker Sicht 3:5. Was halt auch bedeutet: Der EHCW belohnt sich für seinen Aufwand und eine über weite Strecken engagierte Leistung nicht. Hockey Huttwil feiert den siebten Sieg in Serie und hält als Tabellenzweiter den Druck auf Leader Seewen aufrecht.

Derweil treten die neuntplatzierten Wetziker an Ort. Sechs Punkte Rückstand haben sie neu auf den SC Langenthal, der auf Rang 6 klassiert ist und damit auf jenem Rang, der zum direkten Playoff-Einzug berechtigt. Der EHCW verhaut gegen Huttwil zwar wie im Derby den Auftakt. Er arbeitet sich aber zurück in die Partie. Und merkt bald einmal: Der in der Abwehr nonchalant und fahrig auftretende Favorit ist verwundbar.

Die Wetziker dürfen nach ihrem Ausgleich zum 3:3 in der 46. Minute verdientermassen auf ein Erfolgserlebnis hoffen. Und lassen auch nach dem Nackenschlag durch den erneuten Rückstand den Kopf nicht hängen. Es hätte sich beinahe gelohnt.

Kurz vor Schluss herrscht das pure Chaos in der Huttwiler Defensive. Einer der Verteidiger hat den Stock verloren, die Wetziker greifen zu sechst an und kommen zu einer Grosschance zum 4:4. Doch irgendwie findet die Scheibe den Weg aus kürzester Distanz nicht über die Linie. Anders als kurz darauf, als das Heimteam ins leere Tor trifft.

Die happige Strafe

Man darf sich nach der 3:5-Niederlage in Huttwil zu Recht fragen: Was wäre für den EHC Wetzikon möglich gewesen ohne den Fehlstart ins Spiel? Wie schon am Samstag gegen Dübendorf sind die Wetziker in der Startphase nicht bereit. Die Strafe fällt happig aus. Nach rund sechs Minuten liegen sie bereits 0:2 hinten, wobei der EHCW den zweiten Gegentreffer gar in Überzahl kassiert.

Doch es ist schnell ersichtlich, dass Huttwil zwar in der Offensive jederzeit gefährlich ist und seine Angriffe in hohem Tempo vorträgt. So ganz bei der Sache aber ist das Heimteam nicht, was sich nicht nur an vielen Fehlern im Aufbau und wenig stilsicherer Arbeit in der Defensive zeigt, sondern man auch daran sieht, dass der Gastgeber gleich zweimal eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis kassiert.

Das Anschlusstor gelingt dem EHCW denn auch, nachdem er einen Pass in der Defensivzone der Huttwiler abgefangen hat, Yannic Noll vollendet. Kurz vor Ende des Startdrittels kassieren die Gäste nach einem schnellen Gegenangriff das 1:3. Danach lassen sie bis in die Schlussphase nichts mehr zu. Captain Rubio Schir erzielt kurz nach Spielmitte nach einem Konter den Anschlusstreffer, zu Beginn des letzten Abschnitts und nach dem 3:3 durch Nico Vieli im Powerplay beginnt die Partie quasi neu.

Der Wetziker Ausgleich schmeckt dem Favoriten ganz und gar nicht. Er zieht das Tempo nun merklich an und führt nach einer Druckphase prompt die Vorentscheidung herbei.

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