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Massnahmen definiert

Wetzikon hat eine neue Strategie für den Umgang mit invasiven Neophyten

Invasive Pflanzen sind ein nationales Problem, ja sogar weltweit eine Herausforderung. Obwohl die Situation in Wetzikon nicht so prekär ist, hat die Stadt doch eine konkrete Strategie erarbeitet.

Der Riesen-Bärenklau ist einer der Neophyten, die zwar schön aussehen, aber zu schaffen machen. (Symbolbild)

Foto: Katharina Wieland Müller/Pixelio

Wetzikon hat eine neue Strategie für den Umgang mit invasiven Neophyten

Invasive Pflanzen sind ein nationales Problem, ja sogar weltweit eine Herausforderung. Obwohl die Situation in Wetzikon nicht so prekär ist, hat die Stadt doch eine konkrete Strategie erarbeitet.

Invasive Neophyten sind für die Gemeinden ein Problem, denn sie sind eben nicht nur invasiv, sondern verursachen hohe Kosten. Mit dem Massnahmenplan Neobiota 2022–2025 verfügt der Kanton bereits über eine Strategie, um vorhandene Mittel möglichst wirkungsvoll einzusetzen und künftige Folgekosten zu vermeiden. Die Gemeinden sollen auf der kommunalen Ebene selbst eine Strategie verfolgen.

Die Stadt Wetzikon hat nun erstmals eine eigene Strategie erarbeitet. Den Auftrag hat sie zusammen mit der Gemeinde Seegräben wahrgenommen, die bisher auch keine kommunale Neophytenstrategie hatte. Jede Gemeinde ist selbst für die Umsetzung verantwortlich, wie die Stadt Wetzikon mitteilt.

Eliminieren und Neuanpflanzung verhindern

Der Bericht zur kommunalen Neophytenstrategie habe gezeigt, dass die Situation im Gemeindegebiet von Wetzikon als relativ gut bezeichnet werden könne. Trotzdem gibt es noch immer Pflanzenarten, die als besonders problematisch eingestuft werden. Dabei handelt es sich um «bekämpfungspflichtige Arten», zu welchen unter anderem das Schmalblättrige Greiskraut, die Ambrosia und der Riesen-Bärenklau dazugehören. Diese müssen gänzlich vom Gemeindegebiet entfernt werden.

Die Stadt hat darum die Bestände der invasiven Neophyten aufgenommen und auch abgeklärt, welche Gebiete betroffen sind: Nun müssen die Bestände eliminiert, Neuanpflanzungen verhindert und Flächen regelmässig kontrolliert werden.

Bei den Massnahmen ist unter anderem auch zu beachten, dass die Verschleppung oder Weiterverbreitung bei Bauprozessen aktiv zu verhindern ist. Bei unsachgemässem Umgang mit dem Boden könne es bei Bauarbeiten nämlich zu einer Verbreitung von invasiven Neophyten kommen. Bei Baugesuchen muss die Ausgangslage geprüft und bei der Bauabnahme die Umsetzung kontrolliert werden.

Für die Massnahmen ist grundsätzlich die Stadt als Bauherrin verantwortlich, aber auch Pächter, Bewirtschafter und der Neophyten-Ranger sind es. Auf freiwilliger Basis müssen auch die Bestände in Privatgärten reduziert werden.

Wiederkehrende Kosten

Die Stadt Wetzikon schreibt, dass ein rechtzeitiges Handeln entscheidend sei, denn je länger mit den Bekämpfungsmassnahmen gewartet werde, desto schwieriger sei es, die invasiven Neophyten zu bekämpfen – und auch die Kosten würden langfristig steigen.

Für dieses Jahr rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 27’000 Franken, die bereits im Budget 2026 enthalten sind. Für die Jahre 2027 bis 2030 schätzt man einen wiederkehrenden Betrag von 41’000 Franken. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass die Kosten mit der Zeit sinken werden, sobald grössere Bestände in Bekämpfungsflächen abgearbeitet sind.

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