Wenn Kinder gerne zur Schule gehen
Die von Diego De Nicola und Cecilia Hauser gegründete School of Tomorrow hat kürzlich in Uster ihren dritten Standort eröffnet. Immer mehr Familien fühlen sich vom ganzheitlichen Bildungskonzept angezogen – einer Schule, in der Individualität, Neugier und Persönlichkeitsentwicklung im Mittelpunkt stehen.
Die School of Tomorrow entstand aus einer einfachen, aber wegweisenden Idee: Lernen soll Freude bereiten! Dies geht nur, wenn die angeborene Neugier lebendig bleibt und das Kind ins Zentrum gerückt wird – mit seiner Persönlichkeit, seinem eigenen Lerntempo und seinen Interessen.
Nach acht Jahren intensiver Auseinandersetzung mit Schulsystemen weltweit, gründete Diego De Nicola 2021 die School of Tomorrow. Heute besuchen fast hundert Schülerinnen und Schüler die drei Standorte der SOT: Schloss Sihlberg und Augustinerhof, beide in Zürich, und seit Kurzem auch in Uster, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof.
«Die School of Tomorrow verbindet Schweizer Qualität mit internationalem Denken – und stellt konsequent das Kind in den Mittelpunkt», betont De Nicola. « Unsere Schule ist für alle Kinder und Familien, die sich mehr wünschen als das Standardprogramm – egal ob introvertiert, kreativ, wissbegierig, hochbegabt oder einfach anders». Da die Schule nicht profitorientiert arbeitet, sind die Schulgelder vergleichsweise moderat. Darin ist alles enthalten: Verpflegung, Schulmaterialien, ausserschulische Angebote von Coding über Sport bis Theater – und Betreuung von 8 bis 18 Uhr.
Individualität als Grundlage
Die Tage an der School of Tomorrow folgen einem natürlichen Rhythmus: Am Morgen liegt der Fokus auf sogennanten «Core-Subjects», also Basis-Fächern wie Deutsch/Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften, am Nachmittag öffnen sich kreative Räume für Musik, Kunst, Sport und individuelle Projekte.
Der Unterricht ist zweisprachig (Deutsch und Englisch) und orientiert sich am Lehrplan 21 – doch im Gegensatz zu traditionellen Schulen lernen Kinder hier im Einklang mit ihren Interessen, ihren Lernpräferenzen und ihrer individuellen Ausdrucksweise: «Ein Kind darf sich zum Beispiel über längere Zeit in Mathe vertiefen und voraus arbeiten, wenn es hier gerade grosses Interesse zeigt; dafür widmet es sich dann etwas später wieder mehr anderen Bereichen wie Deutsch oder Englisch – das ist absolut normal», erzählt De Nicola, «bei uns bekommt jedes Kind die passende Herausforderung. Und weil die Lernbereitschaft dann sehr gross ist, machen die Kinder deutlich schneller Fortschritte».
Die Kinder arbeiten in altersdurchmischten Kleingruppen, sogenannten Fokus-Bubbles, die ihrem aktuellen Wissensstand entsprechen. Der Lehrplan 21 wird auf individualisierte und projektbasierte Weise umgesetzt. Ein Grossteil des Lernens geschieht durch individuelle Einzel- oder Gruppenprojekte fächerübergreifend, sozial und oft von Kind zu Kind.
Die Schule verzichtet auf klassische Noten und setzt stattdessen auf differenzierte Kompetenzentwicklung. Statt einer Momentaufnahme an einem Prüfungstag wird der Lernfortschritt kontinuierlich begleitet und individuell überprüft.


Raum für Familie und eigene Rhythmen
Die Struktur der Ganztages-Schule ist auf Familienfreundlichkeit und Flexibilität ausgelegt. So geniessen Eltern im Alltag, mit flexiblen Start- und Endzeiten, sowie bei der Ferienplanung grosse Freiheit: Drei Wochen im Sommer und drei Wochen über Neujahr sind für alle gemeinsam frei – zusätzlich können Familien sechs weitere Ferienwochen flexibel und nach ihren eigenen Bedürfnissen planen.
Diese Offenheit prägt auch den Schulalltag der Kinder: Die Vier-Tage-Woche mit dem Freitag als optionalem Schultag schafft Raum für Erholung, individuelle Projekte oder gemeinsame Familienzeit. Hausaufgaben gibt es keine. Alle Arbeiten wird in der Schule erledigt, die übrige Zeit gehört der Familie.
Dieses Konzept bedeutet keineswegs weniger Disziplin – im Gegenteil: Es orientiert sich an den Bedürfnissen aller Beteiligten und braucht ein hohes Mass an Eigenverantwortung und Vertrauen.
Growth Mindset: Lernen als Haltung
Ein zentrales Fundament der School of Tomorrow ist das sogenannte Growth Mindset – die Überzeugung, dass Intelligenz und Fähigkeiten nicht festgelegt sind, sondern durch Übung, Reflexion und Offenheit wachsen können. «Es geht nicht darum, einfach nur positiv zu denken», sagt Diego De Nicola. «Wir schauen genau hin: Woher kommt ein Glaubenssatz – und wie können wir ihn so verändern, dass er uns stärkt, statt begrenzt?»
Die SOT vermittelt weit mehr als reines Faktenwissen. Sie gibt jungen Menschen die Erfahrung, dass Lernen nicht rein aus Druck entsteht, sondern aus Neugier und echtem Interesse. Statt belehrt zu werden, entwickeln die Kinder aus eigener Initiative heraus Kompetenzen – und entdecken dabei etwas Wesentliches: die Freude daran, selbstwirksam und mit innerer Stärke ihren eigenen Weg zu gehen. "Das Resultat: Junge Menschen, die mit Selbstvertrauen, Neugier und innerer Stärke ins Leben gehen – nicht weil man sie geformt hat, sondern weil man ihnen Raum gegeben hat, sich zu entwickeln."
Die School of Tomorrow kennenlernen:
Möchten Sie einen Einblick in die School of Tomorrow erhalten? Melden Sie sich hier für den Info-Abend am Standort Uster an: Dienstag, 25. November, um 17:30 Uhr.
Weitere Informationen zur School of Tomorrow finden Sie auf der Homepage.