Politik

Weisslinger Hahnenwasser noch immer nicht trinkbar

Das Weisslinger Trinkwasser ist zwar mittlerweile frei von Fäkalkeimen. Entwarnen darf die Gemeinde aber noch nicht.

Noch kann der Kanton für das Weisslinger Trinkwasser kein grünes Licht geben.

Symbolfoto: Pixabay

Weisslinger Hahnenwasser noch immer nicht trinkbar

Das Wasser der betroffenen Gebiete Widum, Moosi, Püngertli und Mülihalde ist nach wie vor nicht «trinkwasserkonform», wie die Gemeinde Weisslingen auf ihrer Homepage schreibt. Zwar gaben die letzten Proben des kantonalen Labors vom Montag an, dass das Wasser mittlerweile frei von Fäkalkeimen ist. 

Jedoch habe man teilweise noch freies Chlor nachgewiesen. Da die Gemeinde Weisslingen im Normalfall kein Chlor ins Wasser gibt, darf für die Freigabe des Trinkwassers kein Chlor nachweisbar sein. «Die Abkochvorschriften bleiben deshalb aufrecht», betont David Arnold, Leiter Tiefbau und Werke.

Neue Proben nötig

Erst, wenn das Trinkwasser chlorfrei sei, könne das kantonale Labor für die Gemeinde wieder grünes Licht geben. Die nächsten Proben sind auf Donnerstag, 8. Oktober, angesetzt. In der Zwischenzeit wollen die Gemeindewerke die Leitungen weiter mit Frischwasser spülen. Insgesamt drei Chlorbehandlungen haben die Verantwortlichen in den letzten drei Wochen schon vorgenommen. Seit der letzten Chlorung vom Montag, 28. September, habe man über vier Millionen Liter Wasser durch das Leitungsnetz gespült. 

Die Gemeinde rechnet damit, dass die Ergebnisse der nächsten Probe am Freitagnachmittag, 9. Oktober, vorliegen dürften. Bis dahin sei man mit Hochdruck dabei, das Problem zu lösen, wie Arnold versichert. Immerhin habe man die Quelle der Verschmutzung vermutlich auf eine Transportleitung lokalisieren können.

Lange Leitung

Sie liegt zwischen dem Pumpwerk Arlets und dem Reservoir Chalcheren. Während diese Leitung ausser Betrieb ist, beziehen die Werke Trinkwasser aus der Zone Lindenberg. 

Wie lange die Verunreinigung in den Weisslinger Rohren die Werke noch beschäftigen dürfte, ist unklar. Dieselbe Frage würden ihm auch viele besorgten Bürger stellen, so Arnold. «Die Evaluation der Ursache ist jedoch nicht ganz ohne.» Der Grund: Die betroffene Leitung ist über 2,8 Kilometer lang. 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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