Politik

Teil 2 der Gemeindeversammlung

Wangen-Brüttisellen hat zur Torfmatt (fast) nichts einzuwenden

In der Fortsetzung der Gemeindeversammlung war der private Gestaltungsplan der Torfmatt das einzige Traktandum. Ohne grössere Einwände ging das Geschäft innerhalb einer Dreiviertelstunde über die Bühne.

Das Quartier Torfmatt entsteht auf dem ehemaligen Erni-Areal zwischen dem Dorfzentrum von Brüttisellen und dem Bahnhof Dietlikon.

Foto: PD

Wangen-Brüttisellen hat zur Torfmatt (fast) nichts einzuwenden

In der Fortsetzung der Gemeindeversammlung war der private Gestaltungsplan Torfmatt das einzige Traktandum. Ohne grössere Einwände ging das Geschäft innerhalb einer Dreiviertelstunde über die Bühne.

Benjamin Spielmann

Die Torfmatt mobilisierte die Bewohnerinnen und Bewohner von Wangen-Brüttisellen weit weniger als die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO). Im Saal sassen noch 81 Stimmberechtigte. Bei der Teilrevision der BZO am Abend zuvor waren es doppelt so viele gewesen.

Das Torfmatt-Projekt wurde denn auch weit weniger kritisiert. Das mag auch daran gelegen haben, dass das Einreichen von Anträgen nicht möglich war, wie Gemeindepräsidentin Marlis Dürst (Forum Wangen-Brüttisellen) gleich zu Beginn klarstellte. Denn bei der Torfmatt handelte es sich um einen privaten Gestaltungsplan, den die Gemeindeversammlung entweder annehmen oder ablehnen konnte.

Sorge vor raschem Wachstum

Ein Votant äusserte Bedenken angesichts der Hunderten von neuen Wohnungen, die in Wangen-Brüttisellen in der nächsten Zeit entstehen sollen. Allein das Torfmatt-Projekt umfasse 300 Wohnungen. «Solche Zahlen machen mir Angst», sagte er. Marlis Dürst gab zu bedenken, dass sich diese Entwicklung nicht «von heute auf morgen» vollziehe, sondern sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken werde.

Claus Wiesli, der Geschäftsleiter von Wangen-Brüttisellen, ergänzte, dass die Gemeinde die Auswirkungen dieses Bevölkerungswachstums seit Jahren einplane – etwa hinsichtlich der Schulen und des Verkehrs. So hätten Abklärungen ergeben, dass die ans Torfmatt-Quartier angrenzende Stationsstrasse breit genug sei, um die Busse und Velos aufzunehmen. Wiesli ging damit auf die Sorge einer Anwesenden über die Kapazität der Stationsstrasse ein.

Zusätzlicher Wohnraum wichtig

Eine junge Frau aus dem Publikum erachtete die Wachstumskritik ihrer Vorredner als «schwierig». Sie begrüsste den zusätzlichen Wohnraum und befürwortete das Projekt. Zudem stehe die Torfmatt mit ihren vielen Grünflächen ja ausdrücklich allen offen. Mit nur vier Gegenstimmen nahm die Gemeindeversammlung den Gestaltungsplan Torfmatt an.

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