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Wald kommt Bau der neuen Rehaklinik näher

Am 1. September hat das Rehazentrum Wald unbefristete Leistungsaufträge von der Gesundheitsdirektion erhalten. Dies könnte auch dem noch nicht bewilligten Neubau der Klinik entgegenkommen. Noch ist zu definieren, wie die Zusammenarbeit mit dem GZO Spital Wetzikon aussehen wird.

Die Rehaklinik Wald wird künftig verstärkt mit dem GZO Spital Wetzikon kooperieren., Läuft alles nach Plan, soll im Jahr 2026 der Neubau auf dem Faltigberg stehen.

Visualisierung: PD

Wald kommt Bau der neuen Rehaklinik näher

Nicht nur über die Leistungsaufträge und den Platz auf der definitiven Spitalliste freute sich die Stiftung der Zürcher Rehazentren.

Sondern auch darüber, dass sich die Gesundheitsdirektion nicht auf einen Standort für Rehabilitation festlegte und der Stiftung somit die Wahl bot, mit wem sie wie kooperieren will.

«Einerseits wollen wir unseren Patienten gerecht werden und andererseits müssen wir den politischen Forderungen entsprechen.»
Andreas Mühlemann, Stiftungspräsident Zürcher Rehazentren

«Wir haben laufend die Optionen geprüft und sind froh, dass der Leistungsauftrag nun allein bei uns liegt», sagt Andreas Mühlemann, der Präsident der Stiftung der Zürcher Rehazentren.

Die Flexibilität und der Gestaltungsspielraum in Sachen Behandlungsmethodik und der Standorte sei für die Stiftung enorm wichtig.

«Einerseits wollen wir unseren Patienten gerecht werden und andererseits müssen wir den politischen Forderungen entsprechen.» Das erfordere viele Abwägungen.

Dies betrifft vor allem die Vorgabe, Patienten in der Nähe von Akutspitälern unterzubringen. Was die Kooperation mit anderen Spitälern betreffe, so sei die Stiftung dabei, die Möglichkeiten für die Zukunft zu prüfen.

Noch zu definieren

In absehbarer Zeit wird das Rehazentrum nämlich noch stärker mit dem GZO Spital Wetzikon kooperieren. Dies hängt in Teilen mit der Vorgabe der kantonalen Gesundheitsdirektion zusammen, die verlangt, dass Patienten näher an spital- und wohnortnahen Standorten versorgt werden sollen.

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Erfreut ist man nicht nur in Uster. Beitrag in Merkliste speichern Bis anhin werden beispielsweise Schlaganfallpatienten zunächst im GZO Spital Wetzikon in der sogenannten «Stroke-Unit» behandelt. Die Rehabilitation erfolgt dann in den meisten Fällen im Rehazentrum Wald.

Dies soll künftig nicht mehr so oft der Fall sein. Patienten, die eine Neuro-Rehabilitation benötigen, sollen künftig vermehrt in der Nähe des Akutspitals ihre Reha absolvieren.

Gemäss der Medienstelle des Spitals sind die Verantwortlichen in ersten Gesprächen mit dem GZO. Wie die Zusammenarbeit zukünftig konkret aussehen wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

«IG-Sani» ist zuversichtlich

Auch der ehemalige Gemeindepräsident von Wald und heutige Präsident der «IG-Sani», Walter Honegger (SVP), ist über die Tatsache, dass das Rehazentrum Wald auf der definitiven Spitalliste steht, erleichtert.

Die «IG-Sani» setzt sich seit rund zehn Jahren dafür ein, dass Wald sein Rehazentrum weiterhin behalten kann. «Schon in den 70er Jahren, als die letzte Sanierung gemacht wurde, war das weitere Bestehen der Klinik ungewiss», sagt Honegger.

«Allein nur schon darum, weil die Klinik für viele junge Menschen als Ausbildungsstätte dient.»
Walter Honegger, ehemaliger Gemeindepräsident (SVP) und Präsident «IG-Sani»

Auch heute ist das Rehazentrum als grösster Arbeitgeber von Wald und der umliegenden Gemeinden, für den Wirtschaftsstandort enorm wichtig. «Allein nur schon darum, weil die Klinik für viele junge Menschen als Ausbildungsstätte dient.»

Die «IG-Sani» ist deshalb weiterhin mit dem Stiftungsrat des Rehazentrums Wald in engem Kontakt und versuche sich, wo auch immer möglich, für den Erhalt der Klinik und den damit verbundenen Neubau einzusetzen. Läuft alles nach Plan, soll im Jahr 2026 ein neues Rehazentrum am Faltigberg stehen.

«Bis der Entscheid der Gesundheitsdirektion fiel, waren wir uns natürlich bewusst, unter welchem Druck der Stiftungsrat hinsichtlich der Planung stand», erklärt Honegger.

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Seit Juni ist klar, wie der Neubau der Walder Höhenklinik aussehen wird. href=”/flag/flag/np8_favorites/3262729?destination=batch&token=GTUfWCqUWC_RI9qpiX3vfg9sMT5kOplwvCdrq21qFRY” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3262729 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern Er ist felsenfest davon überzeugt, dass die Region weiterhin Reha-Plätze brauche, die nicht ortsgebunden seien. Nun sei die «IG-Sani» sehr gespannt und hoffe darauf, dass der geplante Neubau bald realisiert werde.

«Noch ist nichts definitiv.»
Andreas Mühlemann, Stiftungspräsident Zürcher Rehazentren

«Die Finanzierung und der definitive Entscheid des Stiftungsrats ist noch hängig – noch liegt weiterhin vieles in der Schwebe», erklärt Honegger. Dennoch ist er guter Dinge, da nun grössere Planungssicherheit herrsche.   

«Noch ist nichts definitiv», mahnt Stiftungspräsident Mühlemann. Das Vorprojekt für den Neubau sei abgeschlossen und der Gestaltungsplan werde bald erstellt. Somit sei die Grundlage für das Bauprojekt gegeben, doch das Wichtigste – die Baubewilligung – fehle noch.

Zustand entscheidet über Aufenthaltsort

«Einst hat der ehemalige Stiftungsrat des Rehazentrums selbst die sanierungsbedürftige Rehaklinik schliessen und eine neue Rehaklinik zentrumsnah an ein Akutspital angliedern wollen», sagt Dr. Raphael Koller, der ehemalige Chefarzt des Rehazentrums und Gründungsmitglied der IG-Sani.

Dies hätte jedoch nur für eine kleine Minderheit von rehabilitationsbedürftigen Patienten medizinisch Sinn gemacht. Beispielsweise bei Patienten, die einen Hirnschlag erleiden und deren Zustand noch instabil ist, weshalb sie auf akutstationäre Überwachung oder Zusatzuntersuchungen im Spital angewiesen sind.

«Die Rehabilitationsfähigkeit setzt in aller Regel einen akut-medizinisch stabilen Zustand voraus und ist deshalb meist nicht zentrumsgebunden.»
Dr. Raphael Koller, Kardiologe und ehemaliger Chefarzt der Rehaklinik Wald

 

«Eine solche Angliederung einer stationären Rehabilitationsklinik macht zu Teilen auch für ein Akutspital ökonomisch Sinn, weil unter Umständen die Dauer der Hospitalisierung reduziert werden kann», erklärt Koller.

Somit würde das Spital an Fallkosten sparen und allenfalls leerstehende Akutbetten können mit Reha-Patienten besetzt werden.

Medizinische Vorteile

«Die Rehabilitationsfähigkeit setzt in aller Regel einen akut-medizinisch stabilen Zustand voraus und ist deshalb meist nicht zentrumsgebunden», sagt Koller.

Dies treffe beispielsweise auf Burn-Out-Patienten, Long-Covid-Patienten, Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen oder Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen zu. «Entsprechend sind viele Rehakliniken in der Schweiz zentrumsfern.»

Der ehemalige Chefarzt sieht die Vorteile einer neuen Rehaklinik in Wald wie folgt:

  • Genesung in natürlicher Umgebung, mit staubfreier Luft mit weniger Pollen und Milben, nachweislich mehr Sonne im Winter (meist nebelfrei) und angenehmere Temperaturen im Sommer.
     
  • Bei vielen schweren Krankheiten – beispielsweise mit mehrfachen Operationen, Komplikationen und längerem Aufenthalt auf einer Intensivstation – helfe die Distanz zum vielfach traumatisch erlebten Akutspital zur Genesung. Die einzigartige Aussichtslage von Wald werde gerade von solchen Patienten als Befreiung und wichtiger Schritt zur Genesung erlebt.
     
  • Eine stationäre Rehabilitation in natürlicher, ruhiger Umgebung mit schöner Aussicht und Reduktion des Stress-Levels bringe Zeit zur Verarbeitung einer schweren und vielleicht chronischen Erkrankung. Weiter könne dies – nebst der Behandlung – wesentlich zum Rehabilitationserfolg beitragen.

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