Abo

Gesellschaft

Bar, Café, Eventlokal

Von der Autogarage zur Bar: In Fischenthal eröffnet die «Sprängi»

In einer alten Garage in Fischenthal eröffnet die «Sprängi». Sie soll Treffpunkt für Biker, Wanderer und Einheimische werden.

Sie sind das Familienteam hinter der Bar (von links): Dave und Caro Ringgenberg, Robin, Maci (mit Enkeltochter) und Dominik Job.

Foto: Bettina Schnider

Von der Autogarage zur Bar: In Fischenthal eröffnet die «Sprängi»

In einer alten Garage in Fischenthal will ein Ehepaar mit der «Sprängi» durchstarten. Sie soll Treffpunkt für Biker, Wanderer und Einheimische werden.

Als Dominik Job vor vier Jahren eine alte Autogarage in Fischenthal erwarb, hatte er ein klares Ziel vor Augen: Zusammen mit einem Mitstreiter wollte der Unternehmer aus Bäretswil darin eine Bar samt Autogarage eröffnen. Aus der Idee wurde nichts – oder zumindest zunächst.

Denn am kommenden Samstag steht endlich die Eröffnung der «Sprängi» an. Sie soll Barbetrieb, Café und Eventlokal in einem sein – aber keine Autogarage mehr. Der Name des Lokals leitet sich von der ehemaligen Sprengerei ab, die dort früher in Betrieb war. «Ältere Fischenthaler können sich noch gut daran erinnern», sagt Job.

Er ist zusammen mit seiner Frau Maci nicht nur Inhaber der «Sprängi». Die beiden Allrounder wollen auch in allen Bereichen mitwirken. Ihr Sohn Robin Job wird sich zusammen mit seiner Frau Anna vor allem um das Marketing kümmern.

Mehrere Zielgruppen

Für das Hauptgeschäft ist aber Tochter Caro Ringgenberg zusammen mit ihrem Mann Dave zuständig. Die beiden werden nicht nur hinter der Bar stehen, sondern auch die Geschäftsführung übernehmen. Sie haben sich Grosses vorgenommen: «Wir haben keine eigentliche Zielgruppe», betont Dave Ringgenberg.

Ein grosser Fokus liegt aber auf «Bikers and Hikers», also Bikern und Wanderern. Den vielen Töfffahrern, die im Tösstal unterwegs sind, aber auch Velofahrern, Wanderern und Personen auf der Durchfahrt eine Gelegenheit zum Einkehren zu bieten, ist eines der Ziele der «Sprängi».

Doch nur auf eine Karte setzen will das «Sprängi»-Team nicht. Auch das Fischenthaler Publikum hat es im Auge. «In den lokalen Beizen trifft man eigentlich keine jungen Leute an», meint Dominik Job. Mit Billard und Flipperkasten hofft er, dass die neue Bar auch ein jüngeres Publikum ansprechen kann. «Dann gehen sie vielleicht einmal nicht nach Wetzikon oder Zürich.»

Eine kleine Speisekarte

Gastroprofis, das sind Jobs und Ringgenbergs aber nicht. «Wir haben aber Leute im Team, die viel Erfahrung mitbringen», betont Caro Ringgenberg. So hat die «Sprängi» einen Koch in Vollzeit angestellt. Dieser soll nicht nur am Abend klassische Barsnacks wie Frittiertes oder Burger zubereiten, sondern auch am Mittag.

Da es in der «Sprängi» selber keine Küche gibt, hat das Team vor dem Eingang einen schwarzen Kochcontainer gebaut. «Das gibt etwas Streetfood-Vibe», meint Dave Ringgenberg.

Wo möglich, setzen die Gastrounternehmer auf die Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten. Dies nicht nur beim Fleisch, sondern auch beim Vegi-Angebot. So gibt es etwa einen Halloumi-Burger, der auf dem Hof Hegisau hergestellt wird. Dieser befindet sich nur wenige Minuten von der «Sprängi» entfernt.

Eine lange Karte sucht man aber vergeblich. «Das Angebot an Speisen halten wir zu Beginn bewusst klein», betont Dave Ringgenberg. Es solle sich nach und nach entwickeln.

Motorenöl liegt in der Luft

Der Schwerpunkt des neuen Lokals wird auf der Bar liegen. Ringgenberg hat für seine neue Aufgabe sogar einen Kurs besucht. Die «Sprängi» soll mit Cocktails und einer grossen Bierauswahl überzeugen. Auch hier setzen die Betreiber, wo möglich, auf lokale Hersteller und haben beispielsweise Hörnlibräu im Angebot, das vom Brauverein Fischenthal hergestellt wird.

Das Lokal mit rund 80 Sitzplätzen hat das Team in den vergangenen Monaten gastrotauglich umgebaut – vieles in Eigenregie. Dass man sich in einer alten Autogarage befindet, dürfen die Gäste aber weiterhin merken.

So stehen auf einer Hebebühne zwei ältere Autos. Auch alte technische Einrichtungen an der Decke erinnern immer noch an die ehemalige Funktion des Gebäudes. «Und etwas Motorenöl riecht man auch noch», sagt Dominik Job lachend. «Das soll so sein.»

In der ehemaligen Garage hat es aber nicht nur Platz für die Bar. Ein zweiter Gebäudeteil gehört ebenfalls dazu, in dem vor allem Anlässe stattfinden können – mit bis zu 350 Gästen. Geht alles nach Plan, wird auch die Eventorganisation, beispielsweise für Geburtstagspartys oder Firmenanlässe, ein wichtiger Geschäftszweig sein.

Ein erster grosser Anlass steht bereits am Samstag bevor – das grosse Eröffnungsfest. «Wir sind schon ein bisschen nervös», gesteht Dave Ringgenberg. Die letzten Arbeiten im Lokal müssen bis dann fertig sein.

Das Eröffnungsfest der «Sprängi» an der Schmittenbachstrasse 2 in Fischenthal findet am Samstag, 28. Juni, ab 10 Uhr statt. Es gibt Livemusik, und der erste Drink ist offeriert. Mehr Informationen über das Lokal findet man auf der Website spraengi.ch.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.