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Viele Fragezeichen um den Greifenseelauf

Die jüngsten Bestimmungen des Bundesrates stellt die Organisatoren des Greifenseelaufs vor eine heikle Aufgabe. Sollen sie an der Durchführung festhalten oder Alternativen ins Auge fassen?

Rund 13'000 Läufer nehmen jedes Jahr am Greifenseelauf teil., Organisator Markus Ryffel weiss noch immer nicht, ob der Grossanlass heuer stattfinden kann.

Archivfoto: Christian Merz

Viele Fragezeichen um den Greifenseelauf

Eines ist klar geworden an der Medienkonferenz des Bundesrates: Für den Greifenseelauf ist nichts klar. Eine Antwort, ob der 41. Greifenseelauf am 19. September in Uster stattfinden kann, gibt es noch nicht. Bis Ende August sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten.

Für die Organisatoren des Greifenseelaufs mit seinen rund 13‘000 Teilnehmern ist die Ausgangslage nicht einfacher geworden. Sie tappen weiterhin im Dunkeln – zumindest bis Ende Mai, wenn detailliertere Weisungen folgen dürften. Konkret heisst dies: Die Organisatoren bauen auf verschiedene Szenarien und arbeiten unter Hochdruck.

Kein Ersatzdatum – aber 2021 scheint gesichert

Für die Greifenseelauf-Macher keine Alternative stellt eine allfällige Verschiebung dar, also eine Durchführung im Oktober, November oder Dezember. « Das ist keine Option für einen Lauf unserer Grössenordnung » , sagt Markus Ryffel. Was derzeit aber sicher scheint: Der Austragung im September des nächsten Jahres steht nichts im Wege. « Dieses Versprechen können wir dank der Unterstützung unserer langjährigen und treuen Sponsoren machen » , sagt der Olympia-Zweite über 5000 m von 1984.

Fix ist auch schon das Austragungsdatum: der 18. September 2021, sofern sich bis dann die Lage beruhigt hat und Grossveranstaltungen wieder durchgeführt werden dürfen. 

Eine virtuelle Variante ist möglich

Gerne hätten die Organisatoren auch bezüglich dieses Jahres schnell klar kommuniziert, um die Unsicherheit nicht länger zu belassen. Der speziellen Lage wegen können sie an ihrem Plan aber nicht festhalten. Eines aber bleibt gewiss: In Vergessenheit geraten dürfte der Greifenseelauf auch bei einer allfälligen kurzfristen Absage nicht. « Wir sind nicht erst seit der jüngsten bundesrätlichen Verordnung am Studieren » , sagt Ryffel. Alternativen werden geprüft und ins Auge gefasst.

So steht zum Beispiel ein virtuelles Rennen zur Diskussion, wie es der Luzerner Stadtlauf am vergangenen Samstag angeboten hatte – und damit einigen Erfolg hatte. Weiterhin gilt es für Ryffel, breit zu denken, Ideen zu entwickeln und sich im OK, mit Sponsoren und den lokalen Behörden abzusprechen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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