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Strichduell ohne Sieger

Usters Sorgen werden nicht kleiner

Der FC Uster gibt gegen Ajoie-Monterri eine Führung aus der Hand und kann seine Tabellensituation nicht verbessern.

Für Niko Civelli (links) und den FC Uster ist die Tabellenlage ungemütlich geworden. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Usters Sorgen werden nicht kleiner

Duell ohne Sieger

Der FC Uster gibt gegen Ajoie-Monterri eine Führung aus der Hand und kann seine Tabellensituation nicht verbessern.

Der FC Uster findet in dieser Interregio-Rückrunde – ausser im Derby gegen Dübendorf – immer einen Weg, ein Spiel nicht zu gewinnen. Diesmal reichte ihm gegen Ajoie-Monterri auch ein Zweitore-Vorsprung nach einer guten Stunde nicht zu drei Punkten. Auch, weil die Jurassier einen Penalty geschenkt bekamen, den sie zehn Minuten vor Schluss zum finalen 2:2 nutzten.

Schuld am verpassten Sieg sei aber nicht der Schiedsrichter, auch wenn er klaren Einfluss auf das Ergebnis genommen habe, sagte FCU-Trainer Etienne Scholz. «Wenn wir nämlich mehr von unseren vielen Chancen verwertet hätten, wären wir nicht abhängig gewesen von seinen Entscheiden.»

Grundsätzlich hatte der Trainer aber nicht allzu viel auszusetzen am Auftritt seiner Mannschaft. Im Gegensatz zur unerklärlich saftlosen Darbietung vor Wochenfrist gegen Kirchberg zeigte sich diese wieder deutlich engagierter und inspirierter. Obwohl die Ustermer auf über ein Dutzend Akteure verzichten mussten und einige Spieler deshalb nicht auf ihrer gewohnten Position agierten, hatten sie die punktgleichen Jurassier zunächst gut im Griff. Beflügelt wurde Usters Tatendrang durch den Führungstreffer, den Leonit Trolli mit einer Einzelleistung schon nach wenigen Minuten erzielte.

Chance um Chance vergeben

Auch danach kam der FCU, der in der Defensive kaum einmal in Verlegenheit geriet, zu reichlich Möglichkeiten, vergab diese aber samt und sonders. Bujar Ajeti scheiterte nach schnellen Umschaltsituationen gleich zweimal am gegnerischen Goalie und traf einmal nur das Aussennetz. Bei anderer Gelegenheit legte er ab auf Trolli, der diesmal aber nicht traf. Raphael Bachmann war alleine auf weiter Flur zu langsam, James Wyndham brachte zweimal den Ball nicht im Tor unter und den Kopfball von Lukas Rüegg parierte der Ajoie-Keeper gekonnt.

Nach der Pause trat das Heimteam aggressiver auf und gestaltete das Spiel ausgeglichener. Dennoch baute der FCU nach einer guten Stunde seine Führung endlich aus, als Nevio Kyburz nach einer Ecke reüssierte. Der vermeintlich sichere Vorsprung hatte aber nur eine Minute Bestand; dann verteidigten die müder werdenden Ustermer bei einer Flanke nur ungenügend und mussten das 1:2 hinnehmen. Und weil später eine Aktion im Strafraum, bei der ein Jurassier ganz von alleine zu Fall kam, als Penalty taxiert wurde, gab es am Ende für Uster tatsächlich nur einen Punkt.

Dieser lässt ihn in der Interregio-Gruppe 3 im viertletzten Rang verharren – einem Platz, der unter Umständen den Abstieg bedeuten kann.

Ajoie-Monterri - Uster 2:2 (0:1). – Tore: 5. Trolli 0:1. 65. Kyburz 0:2. 66. Huber 1:2. 81. Ocal (Foulpenalty) 2:2.

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