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Gesellschaft

Ustermer Pionierin in Sexologie studiert am eigenen Institut weiter

Das Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie zieht von Uster nach Zürich.

Esther Elisabeth Schütz gründete 1998 das Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie (ISP), welches jetzt nach Zürich zieht.

Foto: Christoph Kaminski (PD)

Ustermer Pionierin in Sexologie studiert am eigenen Institut weiter

Erster Masterstudiengang Sexologie zieht um

Esther Elisabeth Schütz hat die sexologische Ausbildung in die Schweiz gebracht. Jetzt zieht ihr Institut von Uster nach Zürich.

Vor 25 Jahren hat Esther Elisabeth Schütz das Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie (ISP) in Uster gegründet. Damit legte sie auch den Grundstein zum ersten internationalen Master of Arts in Sexologie. Dieser startete 2016 in Zusammenarbeit mit der deutschen Hochschule in Merseburg.

Nun zieht das Institut nach Zürich, und die Ustermer Pionierin übergibt damit auch die Leitung an Ben Kneubühler. Der Psychotherapeut und Sexologe hat den Übernahmevertrag bereits 2020 unterzeichnet.

Ich musste zuerst leer schlucken, wusste aber, dass in Zürich noch etwas Grösseres entstehen kann.»

Esther Elisabeth Schütz

Gründerin des Instituts für Sexualpädagogik und Sexualtherapie (ISP)

«Ich bin so froh, dass die Ausbildung an einem so zentralen Ort in Zürich weitergeführt wird», sagt Schütz. Zuerst hätten sie das Zellweger-Areal in Uster als neue Räumlichkeiten ins Auge gefasst.

Doch dann wurden Kneubühler neue Räume direkt neben dem Grossmünster angeboten. «Da musste ich zuerst leer schlucken, ich spürte aber, dass da etwas Grösseres entstehen kann – und war erleichtert.»

Mittlerweile umfasst das Institut 140 Studierende – in den Jahren davor liefen meistens zwei Lehrgänge parallel mit je rund 20 Studierenden.

Für die Zukunft der Studiengänge wünscht sich die Pionierin Schütz, dass weiterhin gesellschaftliche Trends in der Sexualität wahrgenommen werden und das Netzwerk weiter ausgebaut wird – ganz im Sinn der sexuellen Gesundheit.

Die 73-Jährige wird sogar am eigenen Institut selber wieder zur «Studentin»: «Ich besuche die Weiterbildung in Paartherapie EFT bei meinem Nachfolger Kneubühler – und bin begeistert, wieder selber zu lernen», sagt Schütz.

In den Räumen in der Brauerei in Uster wird sie weiterhin als Sexualtherapeutin tätig sein. Auch als Dozentin wird sie in einigen Studiengängen noch unterrichten.

Das umfasst die Ausbildung

Das Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie (ISP) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen im Umgang mit Sex und Sexualität auszubilden. Seit 1998 bietet das Institut professionelle Aus- und Weiterbildungen im Bereich der sexuellen Gesundheit an. Dabei werden Themen rund um Sexualpädagogik, Sexualtherapie und Sexologie vertieft. Die Orientierung im Körper spielt dabei eine übergeordnete Rolle. Dies entspricht dem sexualtherapeutischen Ansatz «Sexocorporel».

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