Politik

Uster rechnet mit einem Minus und steigenden Schulden

Für das Budget 2025 erwartet Uster ein Defizit. Dafür muss die Stadt künftig auf Projekte verzichten.

Für die Stadt Uster sieht es künftig finanziell nicht gut aus.

Foto: Unsplash

Uster rechnet mit einem Minus und steigenden Schulden

Budget 2025

Die drittgrösste Stadt des Kantons erwartet für 2025 rote Zahlen. Das wird sich auch auf die künftigen Projekte auswirken, denn ab jetzt muss Uster lernen zu verzichten.

Die gute Nachricht ist: Der Steuerfuss in Uster soll auch im kommenden Jahr gleich bleiben. In Uster selbst liegt er bei 112 Prozent, in Nänikon bei 108 Prozent – der Unterschied ist durch die verschiedenen Steuersätze der Schulgemeinden zu erklären.

Die schlechte Nachricht: Die Stadt rechnet 2025 mit roten Zahlen. Uster erwartet Einnahmen von rund 317,5 Millionen Franken. Doch die Ausgaben sind etwas höher: 320 Millionen Franken beträgt der budgetierte Aufwand. Für 2025 geht die Stadt deshalb von einem Minus von 2,5 Millionen Franken aus.


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«Grundsätzlich lassen sich Ausgaben gut vorausplanen», erklärt Stadtrat Cla Famos (FDP). Doch drei Faktoren haben der Stadt einen Strich durch die Rechnung gemacht: der Teuerungsausgleich von 1,2 Prozent, die steigenden Pflegekosten von 0,9 Millionen Franken und das Asylwesen, wo nicht nur die Betreuung, sondern auch die Unterkünfte kosten.

Zudem stehen der drittgrössten Stadt des Kantons grosse Investitionen bevor: Uster muss mit einem Nettobetrag von 33,4 Millionen Franken rechnen. «Dieses Investitionsvolumen ist für die Stadt nicht tragbar», sagt Famos bestimmt.

In Uster stehen gleich mehrere Projekte gleichzeitig an: Da wäre beispielsweise das geplante Seerestaurant Schifflände für 3,75 Millionen Franken und natürlich das Kulturzentrum auf dem Zeughausareal für 36,6 Millionen Franken.

Verzicht auf Projekte steht an

Deshalb muss die Stadt den Gürtel künftig enger schnallen und auf Projekte verzichten. Das betrifft jedoch nicht etwa die «Schifflände» oder das Zeughausareal. «Die Kredite dafür sind gesprochen, und die Baubewilligungen sind da», so der Stadtrat.

Vielmehr wird es für die Stadt erst ab 2026 um einiges spärlicher an der Projektefront aussehen. «Wir können noch nicht sagen, was von den Einsparungen betroffen ist. Die Diskussion werden wir in den kommenden Jahren aber bewusst und konsequent führen müssen», sagt Famos.

Uster konnte sich in den letzten Jahren mit positiven Ergebnissen rühmen. Für 2025 sei es deshalb durchaus möglich, ein negatives Budgetergebnis zuzulassen. Doch künftig sei diese finanzielle Lage für die Stadt nicht tragbar, betont Famos wiederholt.

Die Schulden der Stadt steigen

Nicht zu vergessen ist die Aktienkapitalerhöhung für das Spital Uster – das Volk genehmigte 20 Millionen Franken. Uster musste dafür Fremdkapital beschaffen, was die Schulden der Stadt anhebt. Ende 2023 betrugen die Schulden noch 145 Millionen Franken.

Bis 2028 werden diese voraussichtlich auf 195 Millionen steigen. Damit soll die Liquidität gesichert werden, genauso wie die Finanzierung der geplanten Investitionen. Eine Schuldenbremse hatte das Volk im März dieses Jahrs abgelehnt.

Die Schulden für die Stadt Uster werden definitiv steigen. Man müsse sie deshalb gut im Auge behalten, sagt der FDP-Stadtrat Cla Famos. «So kann das nicht weitergehen.»

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