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«Unverpackt Zürioberland» lebt weiter

«Unverpackt Zürioberland» in Uster schliesst bald. Doch Anja Hardegger und Rouven Büchi springen mit ihrer «Gourmeteca» in die Bresche.

Anja Hardegger und Rouven Büchi bieten in ihrer «Gourmeteca» in Uster ab November neben ihrem exklusiven Sortiment auch Unverpackt-Produkte an.

Foto: Sandro Compagno

«Unverpackt Zürioberland» lebt weiter

Unerwartete Wendung

In zwei Wochen schliesst «Unverpackt Zürioberland» seine Tore am heutigen Standort für immer. Doch das Konzept und der Name dürfen in Uster weiterleben.

Es gibt sie noch, die kleinen Oasen abseits der Grossverteiler. In Uster besetzen unter anderem Läden wie «Unverpackt Zürioberland» oder die «Gourmeteca» solche Nischen.

Beide Läden wurden mit viel Idealismus gegründet, haben einige harte Jahre und eine Pandemie überlebt. Für «Unverpackt Zürioberland» endet die Reise am 7. Oktober.

Man hat sich an der Oberlandstrasse 52 eine treue, aber zu kleine Stammkundschaft aufgebaut, um zu überleben. Das Konzept «Umdenken beim Einkaufen» muss sich weiter etablieren.

Rettung in letzter Sekunde

Auch die «Gourmeteca» ist ein Lebensmittelladen, spezialisiert auf individuelle Geschenksets für Private sowie Firmen, ergänzt durch ein lauschiges Café. «Es ist als Hobby entstanden – und es ist immer noch ein Hobby», gibt der Inhaber und IT-Unternehmer Rouven Büchi unumwunden zu.

Gemeinsam mit seiner Betriebsleiterin Anja Hardegger und einem kleinen Team bietet die «Gourmeteca» an der Brunnenstrasse 14 ein Sortiment an exklusiven Lebensmitteln an und ist auch für den ausgezeichneten Kaffee bekannt.

Er habe mit grossem Bedauern im ZO/AvU gelesen, dass «Unverpackt» schliessen müsse, sagt Rouven Büchi. «Da hatte ich die spontane Idee, das Konzept als ‹Unverpackt Zürioberland› bei uns weiterleben zu lassen.»

Zusammen mit deren Gründern Pascale Roth und Markus Bertschinger habe man eine Lösung gefunden: Nach einer kurzen Umzugsphase wird «Unverpackt Zürioberland» spätestens ab 1. November ein Bestandteil des Sortiments der «Gourmeteca» sein.

Vier Menschen stehen in einem Ladenlokal um einen runden Tisch.
Das Team der «Gourmeteca» in Uster (von links): Vanessa Giorgiano, Sylvan Zoller, Rouven Büchi und Anja Hardegger.

«Eine Win-win-Situation»

Es sei eine «Win-win-Situation», pflichtet Anja Hardegger bei. «Mit unserem Sortiment sind wir ein Laden für Spezialitäten und Geschenkartikel. Mit dem Unverpackt-Sortiment können wir auch den täglichen Bedarf an hochwertigen Lebensmitteln abdecken.» Sie hoffe, mit der Zusammenarbeit ein weiteres Kundensegment dazuzugewinnen.

«Unverpackt Zürioberland» erhält seinen eigenen Bereich in der «Gourmeteca», in dem unverpackte, nachhaltige, regionale Lebensmittel und Pflegeprodukte angeboten werden.

Im vorderen Teil werden die Kundinnen und Kunden weiterhin Geschenkkörbe mit Olivenöl, Pasta, Gewürzen, Saucen, Wein und vielem mehr zusammenstellen können. «Die Sortimente ergänzen sich gut», sagt Anja Hardegger.

Es geht Rouven Büchi auch ums grosse Ganze. Denn kleine Quartierläden haben einen schweren Stand neben den Grossen: Das ist in den Grossstädten wie Zürich so – und in Kleinstädten wie Uster noch ausgeprägter.

«In wenigen Wochen beginnt das Weihnachtsgeschäft. Mit unserem Angebot an hochwertigen, individuell gestaltbaren Geschenkkörben ist das die wichtigste Zeit des Jahrs. Wir sind stolz darauf, das Sortiment mit «Unverpackt Zürioberland» ideal zu ergänzen – sowohl von der Produktepalette als auch seitens der Kundschaft», sagt Rouven Büchi und freut sich mit dem Team auf die neue Herausforderung.

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