Über mehr «Zebras» soll das Volk entscheiden
Fussgänger in Dübendorf
Dübendorfs Zentrum soll die Fussgängerstreifen zurückbekommen, die mit der Einführung von Tempo 30 verschwunden sind. Eine entsprechende Initiative ist am Freitag dem Stadtpräsidenten überreicht worden.
Grüne und SP wollen im Dübendorfer Stadtzentrum alle ehemaligen Fussgängerstreifen zurückhaben. Dabei soll aber weiterhin Tempo 30 auf den Strassen gelten. Am Freitagnachmittag haben sie die Volksinitiative «Mehr Zebra im Zentrum» an Stadtpräsident André Ingold (SVP) übergeben.
Laut Initiant und Gemeinderat David Siems (Grüne) hat das Komitee 460 Unterschriften gesammelt. 300 sind mindestens nötig, damit in Dübendorf eine Volksinitiative zustande kommt.
Mit dem Volksbegehren bekämen die Dübendorferinnen und Dübendorfer im Zentrum 13 Fussgängerstreifen zurück, die nach der Einführung von Tempo 30 im Jahr 2021 entfernt wurden. Eigentlich gilt jedoch, dass in Tempo-30-Zonen nur in Ausnahmefällen Zebrastreifen zugelassen sind.
Doch das Initiativkomitee argumentiert, dass bei einem Ja an der Urne der Volkswillen vom Kanton, in dessen Hoheit die Entscheidung über die Fussgängerstreifen liegt, nicht ohne Weiteres ignoriert werden könne. Zuerst muss der Stadtrat allerdings die Gültigkeit der eingereichten Unterschriften prüfen.
Zum Thema Fussgängerstreifen ist derzeit noch Weiteres in Dübendorf im Gange. Im September wurde die Motion «Fussgängerstreifen und Aufhebung Rechtsvortritt im Stadtzentrum» von Thomas Maier (GEU/GLP) in ein Postulat umgewandelt und an den Stadtrat überwiesen.